Sport/Wintersport

Iraschko fällt für WM aus

Hiobsbotschaft für Österreichs Skispringer-Mannschaft und vor allem für Daniela Iraschko: Nach ihrem schweren Sturz beim Weltcup in Hinterzarten brachte eine MRI-Untersuchung am späten Samstagabend in der Privatklinik in Hochrum die bittere Erkenntnis. Dr. Christian Hoser konstatierte im linken Knie einen Kreuzband- und Meniskusriss. Iraschko kann damit ihren WM-Titel von Oslo im Februar im Fleimstal nicht verteidigen und fällt sechs bis sieben Monate aus.

Noch am Sonntagvormittag sollte die 29-jährige Eisenerzerin in Hochrum operiert werden. Iraschko ist in Hinterzarten nach der Landung eingeknickt und dann auf Kopf und Brust gefallen. Bei einer ersten Untersuchung in Neustadt war vonseiten der behandelnden Ärztin noch vorsichtiger Optimismus vorhanden, doch diese Hoffnungen zerschlugen sich später nach einem MRI.

Sechs Monate Pause

"Daniela wird sechs bis sieben Monate ausfallen, das ist natürlich bitter für uns", meinte ÖSV-Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer am Sonntag. Er habe allerdings mit Iraschko gesprochen und man habe sich schon neue Ziele gesetzt. "Ich habe ihr gesagt, Weltmeisterin bist du schon, jetzt blicken wir Richtung Olympia'", sagte Rodlauer. Das Skispringen der Damen ist im kommenden Jahr in Sotschi erstmals olympisch und für Iraschko sicher ein großer Ansporn, ihre Karriere trotz dieses Rückschlags fortzusetzen.

Ein Rückschlag, der auch das Herren-Team trifft, denn immerhin wird es bei den Weltmeisterschaften in Val di Fiemme (20.2. bis 3.3.) erstmals auch einen Mixed-Bewerb (eine Dame, ein Herr) geben. Iraschko wäre für diesen wohl erste Wahl gewesen und war damit neben dem Einzel sozusagen eine doppelte WM-Medaillenhoffnung Österreichs.

Völlig chancenlos auf Edelmetall sieht Rodlauer sein um die Weltmeisterin reduziertes Team aber nicht, schließlich hat sich Jacqueline Seifriedsberger in dieser Saison sehr gesteigert und liegt im Gesamt-Weltcup nach sieben Stationen auf Platz sechs. "Sie kommt immer besser in Form", weiß Rodlauer.