Sport/Wintersport

Iraschko-Stolz springt in Lillehammer auf Rang zwei

Ex-Weltmeisterin Daniela Iraschko-Stolz hat im ersten Weltcupbewerb nach einer neuerlichen Knieverletzung ihren sechsten Sieg nur knapp verpasst. Der 31-Jährigen fehlten am Freitag beim Saisonauftakt auf der Normalschanze in Lilllehammer lediglich 1,1 Punkte auf die slowenische Überraschungssiegerin Spela Rogelj.

Jacqueline Seifriedsberger belegte bei ihrer Rückkehr nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Dezember Rang sieben. Quereinsteigerin Eva Pinkelnig überzeugte beim Einstand auf höchster Ebene vor allerdings fast leeren Tribünen als 15. Chiara Hölzl landete an der 22. Stelle.

Die Olympia-Zweite Iraschko-Stolz, die sich Ende Februar einer neuerlichen Knieoperation unterzogen hatte, ärgerte sich keineswegs über den knapp verfehlten Sieg. "Das ist schwer o.k. Ich habe viel riskiert, es ist mir eigentlich alles aufgegangen. Im zweiten Sprung habe ich unten ein bisschen einen Fehler gehabt, das waren die 1,1 Punkte", meinte die Steirerin, die Pokaltitelverteidigerin Sara Takanashi (JPN) ebenfalls um 1,1 Zähler auf Rang drei verwies.

Erste Weltcuppunkte

Noch viel mehr strahlte aber Debütantin Pinkelnig, die vor zwei Jahren mit dem Skispringen begonnen hatte und erst seit dem Sommer im ÖSV-Team mitmacht. "Ich glaube es noch gar nicht, dass ich unter den Top 15 bin. Ich freue mich über die ersten Weltcuppunkte", jubelte die 26-jährige Dornbirnerin, die bis vor kurzem noch als Erzieherin in einem Schülerhort gearbeitet hatte. Sie sei gar nicht nervös gewesen und habe den Wettkampf genossen, bekräftigte sie.

ÖSV-Trainer Andreas Felder freute sich über den Podestplatz von Iraschko-Stolz und lobte Pinkelnig, die am Vortag in der Qualifikation Zweite geworden war. "Sensationell. Wir wissen, dass sie eigentlich noch mehr drauf hätte. Das war ein super Einstand", sagte Felder, der Pinkelnig im ersten Durchgang (24.) ein wenig zu viel Risiko attestierte.

Die WM-Dritte Seifriedsberger hat bei weiten Sprüngen die Landung noch nicht wieder im Griff. "Die Verletzung ist schon noch im Hinterkopf, das weit springen ist momentan noch mein Problem, wenn ich das in den Griff kriege, wird es noch besser passen", sagte die Oberösterreicherin.

Unisono bedauerten die Springerinnen, dass es nun eine mehr als fünfwöchige Weltcuppause gibt. Am nächsten Wochenende bestreiten die Österreicherinnen in Norwegen einen Kontinentalcupbewerb.