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Guter Teststart für Red Bull

Sebastian Vettels Teamkollege hat am Dienstag einen vielversprechenden Teststart mit dem neuen Red Bull hingelegt: Über 320 Kilometer spulte der Australier Mark Webber auf der Rennstrecke in Jerez de la Frontera mit dem RB9 ab. Und einzig der britische Ex-Weltmeister Jenson Button im McLaren war noch schneller als der 36-Jährige.

Für das deutsche Mercedes-Team endete der Test-Auftakt dagegen deutlich zu früh. Nach einem Feuer an der hinteren Fahrzeugseite wurde der neue "Silberpfeil" am Dienstagvormittag abgeschleppt. Nico Rosberg hatte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal rund 60 Kilometer mit seinem nagelneuen Boliden zurückgelegt. Als sich die erste Bestzeit im neuen Jahr dann in den letzten zehn Minuten entschied, war Rosberg bereits sechseinhalb Stunden aus dem (Test-)Rennen.

Seine Mechaniker hatten nach dem unfreiwilligen Stopp am Vormittag fleißig getüftelt, doch gute zwei Stunden vor Streckenschließung herrschte dann Gewissheit. "Nachdem wir den Grund für das Problem entdeckt haben, werden wir nicht mehr fahren", teilte Mercedes mit.

Schuld am unfreiwilligem Stopp nach 14 Runden war ein Problem mit der Elektronik. Bei der Flamme am Mercedes-Heck soll es sich um unverbranntes Benzin gehandelt haben, das sich entzündet hatte. Rauch war aufgestiegen. Das Problem mit dem defekten Kabelstrang soll bis Mittwoch wieder behoben sein, wenn Mercedes-Neuankömmling Lewis Hamilton das Steuer übernimmt. Am Montag waren beide schon zu PR-Zwecken im neuen Silberpfeil gefahren.

Probleme

Auch Button hatte sein neuer Wagen zunächst Probleme bereitet. Der 33-Jährige musste nach nur drei Runden mitten auf der Strecke aus seinem McLaren aussteigen, weil ihn eine defekte Benzinpumpe gebremst hatte. Mit verschränkten Armen musste er mitansehen, wie sein neues Dienstauto auf der Ladefläche eines Lkw in die Box zurückgebracht wurde.

Button kehrte aber im Gegensatz zu Rosberg knapp fünf Stunden später wieder auf die Strecke zurück. Wenige Minuten vor dem Ende des ersten Testtages entriss er Webber noch die Bestzeit - und das mit fast einer Sekunde Vorsprung.

Alonso fährt Rad

Dreifachweltmeister und Titelverteidiger Vettel steigt erst am Donnerstag in den neuen RB9. Sein im vergangenen Jahr schärfster Verfolger, Doppelweltmeister Fernando Alonso, lässt die viertägigen Tests in Jerez hingegen komplett aus. Der Ferrari-Pilot unterrichtete seine Fan-Gemeinde stattdessen am Dienstag via Twitter über seinen Trainingsstand: "Hatte heute Morgen ein weiteres gutes Training auf dem Rad bei hoher Intensität. Erholen und Kraftraum am Nachmittag."