Sport/Fußball

Zum 7. Mal Weltfußballer: Lionel Messi ist wieder einmal der Beste

Der Weltfußballverband kürte Lionel Messi zum Weltfußballer. Nach dem WM-Triumph im goldenen Finalstadion von Lusail am 18. Dezember war der Argentinier logischer Anwärter auf den Pokal der FIFA als bester Fußballer des Jahres 2022. Mit der Auszeichnung wurden die herausragendsten Spieler des Fußballs im Zeitraum vom 8. August 2021 bis zum 18. Dezember 2022 geehrt.

Der Anführer

Messi hat Argentinien mit einer Reihe von beeindruckenden Leistungen zum Sieg bei der WM 2022 geführt. Die geniale Nummer 10 war das argentinische Aushängeschild in Katar. Er erzielte sieben Tore - darunter einen Doppelpack beim unvergesslichen Finalsieg gegen Frankreich - und steuerte drei Vorlagen bei. Seine mitreißende Führung wurde auch von seinen Mannschaftskameraden häufig als wesentlicher Faktor für den Erfolg genannt.

Alle Inhalte anzeigen


Messis inspirierender Einfluss wurde unterstrichen, als er mit dem Goldenen Ball für den besten Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Messi, der diese Auszeichnung auch bei der WM 2014 in Brasilien erhielt, ist der erste Spieler, dem diese Ehre zweimal zuteil wurde. Der Superstar überholte außerdem die deutsche Legende Lothar Matthäus als Rekordspieler der Weltmeisterschaft.

Die Experten-Jury

Für die Auszeichnung zum besten Spieler waren zunächst insgesamt 14 Spieler nominiert, die von einer Expertenjury ausgewählt wurden. Die drei Finalisten wurden von einer internationalen Jury ausgewählt, die sich aus den Trainern der Nationalmannschaften, den Kapitänen der Nationalmannschaften, Fußballjournalisten und den Fans zusammensetzt, die auf der offiziellen FIFA-Website abgestimmt haben. Sie reihten Messi vor seinen Pariser Teamkollegen Kylian Mbappé und dessen französischen Landsmann Karim Benzema. 

Zeremonie im Zeichen von Pele

The Best FIFA Football Awards nennt der Weltverband die Verleihung. Und die stand zu Beginn im Zeichen eines ganz Großen. Pele wurde geehrt. Unter anderem hielt Ronaldo eine Rede, ebenso  Marcia Aoki, die dritte Ehefrau des brasilianischen Superstars., der letztes Jahr mit 80 Jahren verstorben ist.

Alle Inhalte anzeigen

Real Madrid war beleidigt

Die Spieler von Real Madrid blieben der Gala im Pariser Konzertsaal Salle Pleyel fern, weil keiner von ihnen eine realistische Chance auf den Gewinn einer Trophäe hatte. Bei der Verleihung des Goldenen Balles  der Zeitschrift France Football  war das noch anders. Damals im Oktober wurden die Spanier als Sieger der Champions League hoch dekoriert. Karim Benzema wurde damals als bester Spieler geehrt, doch der Franzose versäumte die Weltmeisterschaft. Allerdings haben die Madrilenen auch ein dichtes sportliches Programm, denn schon am Donnerstag spielen sie wieder - der Gegner im Cup ist Erzrivale Barcelona.

Die beste Spielerin

Alle Inhalte anzeigen

Alexia Putellas wurde überraschend zur Spielerin des Jahres gewählt. Die 29-jährige Spanierin verpasste wegen eines Kreuzbandrisses die EM. Und sie konnte mit Barcelona auch nicht den Champions-League-Titel verteidigen. Dennoch setzte sich sich gegen die Engländerin Beth Mead und die US-Amerikanerin Alex Morgan durch.

Der beste Trainer

Alle Inhalte anzeigen

Lionel Scaloni verlängert am Montag seinen Vertrag als Teamchef von Argentinien und wurde am Abend dann noch als bester Trainer des Jahres ausgezeichnet. Der 44-Jährige setzte sich gegen den Italiener Carlo Ancelotti (der Real-Trainer fehlte bei der Gala) und den Spanier Pep Guardiola von Manchester City durch.

Die beste Trainerin

Alle Inhalte anzeigen

Sarina Wiegman wurde als Nr. 1 gewählt. Die 53-lährige Niederländerin wurde 2017 mit ihrem Heimatland Europameisterin und 2022 mit England. Als Englands Teamchefin musste sie in 26 Spielen noch keine Niederlage hinnehmen. Sie setzte sich gegen die Französin Sonia Bompastor (Lyon) und die Schwedin Pia Sundhage (brasilianische Teamchefin) durch.

Der beste Tormann

Alle Inhalte anzeigen

Bei den Tormännern setzte sich Argentiniens WM-Tormann Emiliano Martínez gegen den Marokkaner Yassine Bounou und den Belgier Thibaut Courtois von Real Madrid durch. Der 30-jährige Martinez ist beim englischen Klub Aston Villa unter Vertrag.

Die beste Torfrau

Alle Inhalte anzeigen

Mary Earps von Manchester United setzte sich durch, sie gewann im Sommer die EM mit England. Christiane Endler (Chile, Lyon) und Ann-Katrin Berger (Deutschland, Chelsea) waren noch unter den letzten drei Torfrauen.

Ein bisschen Österreich in Paris

Ex-WAC-Profi Luka Lochoshvili, der mittlerweile für den Serie-A-Klub US Cremonese spielt, hat die Fairplay-Auszeichnung erhalten. Lochoshvili hatte am 27. Februar 2022 geistesgegenwärtig gemeinsam mit Christopher Wernitznig dem Austria-Spieler Georg Teigl wohl das Leben gerettet. Teigl war nach einem Zusammenstoß bewusstlos zu Boden gegangen. Lochoshvili hatte den Ernst der Lage sofort erkannt, und hat Teigl davor bewahrt, seine Zunge zu verschlucken.