Sport/Fußball

Stögers Feuertaufe gegen Pacults Dresden

Peter Stöger erlebt seine Feuertaufe auf der Trainerbank des 1. FC Köln ausgerechnet in einem Duell mit Peter Pacult. Zum Auftakt der 2. deutschen Fußball-Bundesliga trifft Stöger mit seinen "Geißböcken" am Samstag auswärts auf Pacults Verein Dynamo Dresden. "Diese Konstellation ist schon sehr witzig", sagte der Wiener. Nach dem Aufeinandertreffen wollen die beiden regelmäßig in Kontakt bleiben und Informationen austauschen.

Stöger verspürt vor dem Saisonstart eine positive Anspannung. "Ich freue mich wahnsinnig, dass es losgeht. Die Hütte in Dresden wird voll sein, eine Woche später im Heimmatch gegen Düsseldorf kommen dann sowieso 50.000 Zuschauer. Es wird wunderschön", so Stöger.

Alles größer

In Köln betritt Stöger eine andere Fußball-Welt: "Natürlich ist es ein Unterschied, wenn bei der Saisoneröffnung, bei der nicht einmal ein Spiel auf dem Programm steht, 25.000 Leute ins Stadion kommen, dann ist das eine andere Größenordnung. Alles ist größer.“ Stöger betreut zwar eine der jüngsten Mannschaften in der zweiten Liga, hält einen Aufstieg seiner Geißböcke aber durchaus für möglich. Es gäbe Verbesserungspotenzial, doch stimmt es ihn positiv, alle Vorbereitungsspiele gewonnen zu haben. Verstärken könnte den jungen Kader Erwin Hoffer, der beim SSC Napoli zuletzt nicht zum Einsatz gekommen ist. „Er ist ohne Zweifel ein interessanter Spieler, aber wir werden sehen, ob wir noch Spieler brauchen“, meint Stöger.

Pacults Ziel ist der Klassenerhalt

Während Stöger bisher nur vier neue Spieler nach Köln holte, schlug Pacult mehr als doppelt so oft zu. Er holte unter anderem Adnan Mravac von Mattersburg zu sich nach Dresden. Der Saisonstart mit dem Spiel gegen den 1. FC Köln kommt Pacult gar nicht ungelegen. "Es ist gut, dass wir mit einem Heimspiel beginnen, noch dazu gegen so einen Gegner, da ist gleich die volle Konzentration da." Pacults oberstes Ziel mit Dresden ist es, den Klassenerhalt zu schaffen.

Stöger müsse sich während seiner Zeit in Köln laut Pacult auf eine mühsame Zusammenarbeit mit den Medien einstellen: "In dieser Stadt dreht sich alles um den 1. FC. Man steht ständig unter Beobachtung." Dennoch kann Pacult den Abschied Stögers von der Austria nachvollziehen. "Ich habe Verständnis dafür und glaube, dass er nicht zu jedem deutschen Zweitligisten gegangen wäre, sondern nur zu Köln. Dieser Verein ist in punkto Popularität in Deutschland ganz oben angesiedelt."