Sport/Fußball-WM

Für Frankreich fängt "ein neues Turnier" an

Das 0:0 zwischen Frankreich und Dänemark zum Abschluss der Gruppe C am Dienstag hat "Les Bleus" nur bedingt als Probegalopp zum Achtelfinalschlager der Fußball-WM gegen Vizeweltmeister Argentinien (Samstag, 16.00 Uhr) gedient. Trotz eines Pfeifkonzerts auf den Rängen zeigten sich die Trainer nach der spielerischen Schonkost zufrieden.

"Wir mussten nichts riskieren, weil uns dieses Ergebnis reicht", rechtfertigte sich Frankreichs Teamchef Didier Deschamps. Noch deutlicher wurde sein Gegenüber Age Hareide: "Wir haben nur einen Punkt gebraucht und wir haben gegen eines der besten Teams der Welt gespielt. Wir wären blöd gewesen, wenn wir ihnen Räume gelassen hätten."

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Die Skandinavier treffen nun in ihrem ersten WM-Achtelfinale seit 2002 am Sonntag in Nischni Nowgorod auf die bisher makellosen Kroaten, die sich am Dienstagabend mit einem späten 2:1 gegen Island schadlos hielten. "Kroatien hat bisher vielleicht den besten Fußball aller Teams gespielt", sagte Hareide. "Es wird schwierig, aber wir freuen uns sehr auf das Spiel und werden uns konzentriert darauf vorbereiten."

Für Frankreichs Oliver Giroud "fängt jetzt ein neues Turnier an". Vor allem die Offensive der "Equipe Tricolore" ist im bisherigen Turnierverlauf noch nicht recht ins Rollen gekommen. Magere drei Tore - davon ein Eigentor und ein Elfmeter - stehen nach den Gruppenspielen zu Buche. Zum Vergleich: Harry Kane (fünf Tore), Romelu Lukaku und Cristiano Ronaldo (je vier) waren als einzelne Spieler schon erfolgreicher als Frankreichs Hochglanz-Offensive um Antoine Griezmann.

Deschamps, der als Spieler 1998 den Titel eroberte, verzichtete zum Abschluss der Gruppenphase auf einige seiner Stammspieler. "Es ist wichtig, dass die Spieler frisch sind. Ich wusste, dass wir als Gruppensieger unser Achtelfinale schon in vier Tagen haben." Dass die Aufgaben nicht leichter werden, wusste auch der 49-Jährige. "Die nächste Hürde stellt sich auf. Wir wollen diese mit viel Demut und Ehrgeiz überwinden."

Die WM-Statistik vor dem Schlager gegen Argentinien spricht - entgegen des bisherigen Turnierverlaufs - allerdings für Messi und Co. In zwei Aufeinandertreffen (1930 und 1978) setzten sich jedes Mal die Südamerikaner durch.

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