Politik/Inland

Steuer frisst Inflations-Ausgleich wieder weg

1,7 Prozent mehr ab dem 1. Jänner 2015 und damit ein Ausgleich für die Teuerung: Um so viel werden kommendes Jahr die rund 2,6 Millionen Pensionen (inklusive Ausgleichszulagen und Ruhebezügen früherer Bundesbeamter) der 2,3 Millionen Pensionisten steigen.

Dieses Jahr und 2013 hatte es nur geringe Anpassungen gegeben, die auf Dauer die Pensionshöhe drücken.

Lange fix

Dass es 2015 wieder eine Abgeltung der Inflation geben soll, hatte die Regierung längst zugesagt. Auch 2016 sollen die Pensionen wieder um die Inflationsrate steigen. Den genauen Prozentsatz hat am Donnerstag die Pensionskommission mittels Gutachten empfohlen. Er wird vom Sozialminister per Verordnung umgesetzt.

Minimales Plus

Viele Pensionisten werden von dem Plus aber wenig haben. Grund: die Steuerbelastung. Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreich, hat gestern deshalb verlangt, dass der Inflationsanpassung eine Steuersenkung folgen müsse, damit „den Menschen spürbar mehr im Börsel“ bleibe.

Warum Blecha auf die Steuerentlastung pocht, zeigen Beispiele: Bei einer Pension von 1500 Euro brutto bleiben netto 1273,60 Euro übrig. Kommendes Jahr werden aus der 1500-Euro-Pension durch die Erhöhung 1525,50 Euro brutto. Abzüglich der Steuer bleiben netto 1287,70 Euro netto pro Monat übrig – also nur 14 Euro mehr. Bei einer Brutto-Pension von 1200 Euro bleiben nur 12,30 Euro übrig.

Dass so wenig von der Pensionsanpassung übrig bleibt, liegt laut Blecha an dem „horrenden Einstiegssteuersatz von 36,5 Prozent, der fast die Hälfte der Anpassung auffrisst“. Der Einstiegssteuersatz müsse daher auf 20 Prozent gesenkt werden, verlangt Blecha.

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