Politik/Inland

Berittene Polizei: Kickl schwingt sich in den Sattel

Die Pläne von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) für eine berittene Polizei nehmen immer konkretere Formen an. Am Donnerstag besuchte er im Rahmen eine Visite in München die dortige Reiterstaffel, um sich ein Bild zu machen. Polizeivertreter vor Ort versuchten dabei, Kritik von Tierschützern zu entkräften. Der Minister scheute auch nicht davor zurück, selbst auf einem Pferd Platz zu nehmen.

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Seit 120 Jahren gibt es dieReiterstaffel in München, für die 41 Tiere umfassende Einheit sind 32 Polizeibeamte zuständig. Dienststellenleiter Andreas Freundorfer zeigte sich gegenüber Kickl überzeugt von seiner Reiterstaffel. Nicht nur bei repräsentativen Anlässen, wie dem Oktoberfest, sondern auch als Streifen hätten sich die Tiere bewährt. Zudem stärkten sie das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.

15 Dienstjahre

Auch Kritik von Tierschützern begegneten die Münchner Polizisten. "Wenn es allen Freizeitpferden so gut gehen würde, wie unseren Tieren, wäre die Welt gerechter", meinte Polizeioberrat Peter Hartwich. Die Beamten entwickelten eine persönliche Beziehung zu den Pferden - vom anfänglichen Training bis zum "Ruhestand", wo die Tiere weiter besucht würden. 15 "Dienstjahre" verbringt ein Pferd bei der Polizei.

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Kickl zeigte sich angetan. Das Angebot, selbst auf ein Pferd zu steigen, nahm der Innenminister wahr und hielt sich im Sattel. Bis Mitte dieses Jahres will er die Planungen für Österreich abgeschlossen haben, im Sommer 2019 soll der Probebetrieb in Wien - etwa in Grünbereichen, aber auch im Zentrum - starten. Erst einmal eine Staffel mit zwölf Pferden, möglicherweise aber auch das Doppelte - könnte zum Einsatz kommen, einige Polizisten hätten sich bereits freiwillig gemeldet.

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Als Gastgeschenk hatte der Innenminister eine Pferdedecke sowie Hafer mitgebracht. Die neu entdeckte Tierliebe soll aber noch weiter gehen. Kickl schloss nicht aus, nach seiner Politik-Laufbahn selbst als Reiter aktiv zu werden: "Es gibt bestimmte Dinge, die man sich vornimmt. Das steht ganz oben auf meiner Liste."