Politik/Ausland

Risikogebiete: Urlaubsverbot für Deutsche innerhalb Deutschlands

Die deutschen Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen.

Das Verbot gelte bundesweit, erfuhr die dpa in Berlin am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen nach einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun.

Drei Länder sind vorgesprescht

Zuvor hatten schon Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein eine entsprechende Regelung beschlossen, Bayern hatte zuvor angekündigt, eine Pflicht für Corona-Tests für alle Reisenden ein, die aus Corona-Risikogebieten kommen und in Bayern Urlaub machen wollen. Für alle, die keinen negativen Corona-Test vorlegen könnten, gelte ein Beherbergungsverbot, schrieb Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch bei Twitter.

„Dies betrifft auch Berliner Bezirke, die wegen hoher Infiziertenzahl Risikogebiete sind“, erklärte Söder. Das Verbot betrifft alle Reisenden, die aus Landkreisen kommen, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner gab.

Ausnahmen von der Regel

Das Wirtschaftsmagazin Business Insider berichtet unterdessen, dass es durchaus Ausnahmen von der Neuregelung geben soll: Für Personen, die einen negativen Corona-Test vorlegen. Wenn dieser negative Corona-Test maximal 48 Stunden alt ist, dürfen demnach auch Menschen aus deutschen Risiko-Gebieten in Hotels übernachten.

Vier Bundesländer machen angeblich laut dem Magazin bei der Neuregelung nicht mit: Niedersachsen, Hamburg, Thüringen und Berlin. In den vier Ländern befinden sich teils gleich mehrere Regionen, die das Robert-Koch-Institut bundesweit zu den 15 am schlimmsten betroffenen Corona-Risikogebieten zählt.