Politik/Ausland

Damaskus: „Hier herrscht kein Gefühl von Angst, sondern Trotz“

Als internationaler Korrespondent von n-tv und RTL hat Dirk Emmerich immer wieder Syrien bereist.

Er ist im Moment als einer von wenigen westlichen Reporter in Damaskus, wo er die Luftschläge mitverfolgte.

„Hier herrscht eher kein Gefühl von Angst oder Sorge“, berichtet Emmerich dem KURIER – „anders, als man sich das vielleicht vorstellen würde“.

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Zu fühlen sei dagegen Trotz und dieser sei mit ein Grund, warum viele Syrer mit Flaggen auf die Straßen gingen. „Die Menschen sagen, das war eigentlich kein Schlag gegen Assad, sondern gegen unsere Heimat.“

Kriegsmüde

Die Syrer hätten in den vergangenen sieben Jahren so viel erlebt, dass für sie die Luftschläge nur eine Momentaufnahme seien.

„Viele wollen einfach, dass der Krieg zu Ende geht“, so Emmerich.

Wenn das im Moment nicht ohne Assad möglich ist, sind sie bereit, das zu akzeptieren.

Man dürfe nicht vergessen, dass die Aufständischen gegen Assad im Gegensatz zu noch vor fünf Jahren keine großteils demokratisch gesinnten Kräfte mehr seien, sondern islamistische Milizen: „Es wäre weder für Syrien noch für den Westen eine Lösung, wenn diese an die Macht kämen.“