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Aha-Erlebnisse

Es gab einen Teamchef, der hatte eine Eingebung beim Radfahren: Er ließ Roland Linz nicht Stürmer, sondern Ballverteiler spielen. Österreich gewann damals, vor zwei Jahren, in letzter Minute daheim gegen Kasachstan 2:0. Linz führte sehr gut Regie.Eine derart erfolgreiche Inspiration würde die Fußballfans auch heute freuen. Zumal Marcel Koller kein Fan des "Never change a losing team" ist. Auch wenn die Leistung gegen Deutschland okay war, sagt der Schweizer: "Wir haben aber verloren, daher mache ich mir so meine Gedanken." Die teilte er seinen Spielern aber erst Donnerstag spätabends mit. Er wollte die Spannung hoch halten. "Für manchen ist es vielleicht nicht so gut, wenn er zu früh weiß, dass er gesetzt ist."Das könnte auf Marko Arnautovic zutreffen. Muss es aber nicht. Der ist in Kasachstan der bekannteste Österreicher. Der bekommt auch dann seine harten Schlagzeilen, wenn er nur in eine biedere Verkehrskontrolle gerät.In die wird Marcel Koller nicht geraten, er braucht in Astana keine Radtour. Ihn überfiel die Eingebung auf dem Fußballplatz: "Ich hatte ein Aha-Erlebnis im Training." Seither weiß er, dass er bei seinem System bleiben will. Seither hat er auch schon seine Elf im Kopf.

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