Meinung/Bodyblog

Shampoo-Alternativen: Kuchen auf dem Kopf

Das Mehl am Kopf fühlt sich gut an – nur das mit dem Werbespot-Gefühl kann ich vergessen.

Mag. Laila Daneshmandi
über Shampoo-Alternativen

Mich frisst der Neid, wenn ich Werbe-Spots sehe, wo sich Frauen die Haare mit quietschbunten und exotisch duftenden Shampoos einschäumen. Das Erlebnis hatte ich schon Jahre nicht. Selbstverständlich wasche ich mir die Haare – nur vertrage ich keine normalen Shampoos mehr. Meine Kopfhaut reagiert sofort mit Spannungsgefühlen, Trockenheit bis hin zu Kribbeln. Und so begann meine Suche nach einer Lösung, die ich im Alltag praktisch umsetzen kann.

Der Umstieg auf Naturkosmetik-Produkte brachte wenig. Meersalzbäder linderten das unangenehme Gefühl, aber nur kurzfristig. Ähnlich ging es mir mit Apfelessig- und Bierspülungen (die riechen auch noch unangenehm) und diversen Ei- und Ölpackungen (Olive, Kokos, pflanzliche Mischungen) – das Öl muss auf der nassen Kopfhaut einmassiert werden, damit es besser einziehen kann (zumindest eine halbe Stunde) und das Auswaschen ist sehr mühsam. Ich habe mir sogar Haarspülungen aus Kastanien gemacht, aber das war mir auf Dauer auch zu unpraktisch. Selbst vom Arzt verschriebene medizinische Shampoos konnten das Gefühl nicht langfristig lindern (die riechen ebenfalls sehr komisch).

Aktuell versuche ich es mit Roggenvollkornmehl: 4–5 Esslöffel mit etwas Wasser zu einer gelartigen Masse verrühren und auf die Haare pappen – von Schaum kann ich da nur träumen. Nach dem Auswaschen habe ich noch ein paar Flankerl in den Haaren, die ich mir ausbürsten muss (mein Badezimmer ist verwüstet). Den Rest erledigt der Fön. Kommentar meiner Mutter: "Hau dir ein Ei dazu – das stärkt die Haare. Und nach dem Fönen hast du einen Kuchen auf dem Kopf." Ha-ha, danke Mama.

Vorerst fühlt sich die Mehl-Methode gut an – nur das mit dem Werbespot-Gefühl kann ich vergessen. Dafür hab ich jetzt eine Backstube im Bad.

Fazit:

Für glühende Köpfe und alle, die nach Alternativen zu herkömmlichen Shampoos suchen. Wer empfindlich ist, muss sich leider nicht nur durchprobieren, sondern auch langen Atem beweisen. Es braucht eine Weile, bis sich die Kopfhaut auf eine neue Methode einstellt.