Kultur/Buch

Buchkritik: Paul Auer und "Fallen"

„Hurra, das ist kein Spaß!“, war im KURIER zu lesen, als Paul Auer - Foto oben - für „Kärntner Ecke Ring“ eine öffentliche Toilette zur Begegnungszone machte. Ganz schön gefährliches Terrain für den allerersten Roman.

Grenzenlos

Es wiegt auch in „Fallen“ schwer, wie er schreibt und worüber. Ist ja eine Last, wenn jemand Antwort sucht, wer er ist und wo das Paradies liegt. Es könnte dort sein, wo es Kaffee mit Kardamom gibt. Und Band 1 von Walt Disneys Lustigen Taschenbüchern. Doch nicht? „Alle Grenzen“, so der Kärntner, „zwischen den widersprüchlichen Einflüssen auf die Wirklichkeit eines Menschen sollten verschwinden. Erträumtes, Erinnertes, Erdachtes und Erlebtes stehen gleichberechtigt nebeneinander.“

Auer lässt viel Platz für Assoziationen. Wenn schon ein Roman, dann einer, mit dem der Leser ringt – wie die Hauptperson, die mit Jesus, dem Teufel, der Nachbarin, der Liebe ringt. Verwirrend, verstörend, zum Erarbeiten wie das Leben selbst.

 

Paul Auer:
Fallen
Septime Verlag.
240 Seiten.
23,60 Euro.

KURIER-Wertung: ****