Chronik/Wien

Der Stephansplatz wird ab Herbst saniert

Seit mehr als 30 Jahren wurde der Bodenbelag des Stephansplatzes nicht mehr grundlegend erneuert - das sieht man auch: Abgenutzte Pflastersteine und gesprungene Steinplatten, die mit Asphalt dürftig repariert wurden, prägen einen der prominentesten Orte der Stadt. Das soll sich nun ändern: "Die Generalsanierung des Stephansplatzes startet heuer im Herbst", teilte die Wiener Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Zuletzt wurde das Areal vor mehr als 30 Jahren im Rahmen des U-Bahn-Baus neu errichtet. Die Sanierung des Platzes sei notwendig, da die Oberfläche aufgrund des Alters und des Lieferverkehrs erhebliche Zeitschäden aufweise, hieß es.

13 Millionen Euro

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Die nunmehr geplante Baustelle umfasst einen rund 10.500 Quadratmeter großen Bereich. Zu diesem zählt der gesamte Stephansplatz sowie die angrenzenden Einmündungen der Rotenturmstraße, der Brandstätte, der Schulergasse und der gesamten Churhausgasse. Für die Sanierung sind rund 13 Millionen Euro brutto budgetiert. 90 Prozent davon steuert die Stadt bei, die restlichen zehn Prozent trägt der Bezirk.

"Weitere bequeme und attraktive Flaniermeile"

"Mit der Neugestaltung des Stephansplatzes wird die Erneuerung der Fußgängerzone City Wien vollendet. Mit dem neuen Belag wird der Stephansplatz als einer der prominentesten Orte der Stadt wieder in einem ansprechenden und einwandfreien Zustand sein. Die Wienerinnen und Wiener und auch die vielen tausend TouristInnen, die den Platz besuchen, können sich über eine weitere bequeme und attraktive Flaniermeile freuen", erklärte Vassilakou.

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Die Sanierung des Stephansplatzes ist dem neuen City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP), der seit Dezember 2015 im Amt ist, ein wichtiges Anliegen, wie er wiederholt betonte. Schon bei seiner Nominierung als Spitzenkandidat für den Bezirkschef-Posten kündigte er an, im Falle eines Wahlsieges dieses Projekt sobald wie möglich angehen zu wollen. "Der Stephansplatz ist zweifelsohne das unbestrittene Zentrum Wiens. Dieser Vorbildfunktion muss auch das Erscheinungsbild des Stephansplatzes gerecht werden. Der Dom soll dabei voll zur Geltung kommen", zeigte er sich in der Aussendung zufrieden. Dabei erinnerte er auch an die Forderung der City-ÖVP nach einem zweiten Lift zur U-Bahn-Station Stephansplatz. "Es gibt dazu konkrete Gespräche mit den Wiener Linien", so Figl.
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Details

Die Straßenoberfläche des Stephansplatzes wird dem Siegerkonzept des Architekten Clemens Kirsch entsprechend ausgeführt und sich nahtlos ins Gesamtbild der zwischen Juli 2008 und November 2009 errichteten FußgängerInnenzone City Wien einfügen. So werden die aus der Kärntner Straße bekannten großformatigen Granitplatten in verschiedenen Grautönen auch bei der Neugestaltung des Stephansplatzes eingesetzt. Die wesentlichen gestalterischen Elemente umfassen auch eine neue Straßenbeleuchtung und neue Sitzgelegenheiten ohne Konsumationszwang.

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Insgesamt werden etwa 10.500 Quadratmeter umgestaltet. Der Baubereich umfasst den kompletten Stephansplatz sowie die angrenzenden Einmündungen der Rotenturmstraße, der Brandstätte, der Schulergasse und die ganze Churhausgasse.

Die Kosten für den Straßenbau betragen rund 13 Millionen Euro. Die Kosten werden wie bei der Fußgängerzone Wien City zwischen Stadt (90 Prozent Zentralbudget) und Bezirk (10 Prozent Bezirksbudget) aufgeteilt. Die wesentlichen Straßenbauarbeiten werden zwischen März und November 2017 durchgeführt.

Hintergrund

Der Stephansplatz war Bestandteil eines im Jahr 2007 durchgeführten EU-weiten Gestaltungswettbewerbs zur Neugestaltung der Fußgängerzone City Wien, die auch den Graben, die Kärntner Straße sowie den Stock-im-Eisen-Platz umfasste.

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Aufgrund der geplanten, aber dann nicht umgesetzten Verlegung der Dombauhütte wurde die Neugestaltung des Stephansplatzes im Jahr 2009 zurückgestellt. Zuletzt wurde der Stephansplatz vor mehr als 30 Jahren mit dem U-Bahn-Bau neu errichtet. Aufgrund des Alters und des Lieferverkehrs sind erhebliche Zeitschäden entstanden und so ist eine Sanierung notwendig geworden.