Chronik/Wien

Nach Razzia von Kleintransportern hagelt es Anzeigen

Eigentlich haben alle Kleintransport-Unternehmen nahezu die gleiche Autonummer: Nach dem "W" für Wien folgen vier Ziffern und dann "KT" für Kleintransport. Eigentlich, denn wie sich Mittwochfrüh zeigte, fahren sehr viele Lkw auch ohne die nötigen Genehmigungen.

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In drei Stunden wurden im Bereich Schüttelstraße/Lukschgasse insgesamt 41 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und mitsamt der 58 Insassen von Polizei, der Gruppe Sofortmaßnahmen und selbstverständlich der Finanzpolizei kontrolliert. Die nahm vor Ort 6592 Euro Steuerschulden in bar ein und erstattete acht Anzeigen wegen fehlender Krankenversicherung der Fahrer und vier Anzeigen, weil der Gewerbeschein fehlte. "Die Steuerschulden stammten von zwei Unternehmern, die es sofort bezahlten, weil wir sonst die Fahrzeuge in Pfändung genommen hätten", erklärt der regionale Leiter der Finanzpolizei, Franz Kurz.
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Neben der Finanz musste auch die Polizei einige Anzeigen schreiben. Vier Mal fehlte das "KT"-Kennzeichen, drei Mal die Konzession und 28 Mal wurden technische Mängel beanstandet. Für vier Kleintransporter war die Fahrt in Brigittenau zu Ende, weil sie überladen waren.
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Den Anstoß zu der Aktion gab die Fachgruppenobfrau der Wirtschaftskammer, Katarina Pokorny: "Wir hatten viele Hinweise von Unternehmern, dass es schwarze Schafe gibt." Der Leiter der Finanzpolizei, Wilfried Lehner, hofft auf eine abschreckende Wirkung der Razzia: "Es lohnt sich nicht illegal zu fahren, weil wir streng kontrollieren."