Chronik/Welt

Gefoltert und vergraben: Zehn Leichen in Mexiko gefunden

Auf einem Grundstück in Mexiko sind die Leichen von zehn mutmaßlichen Opfern einer kriminellen Bande entdeckt worden. Das sei die bisherige Bilanz einer mehrtägigen Suche, die weiter andauere, teilte das staatliche Forensikinstitut des westlichen Bundesstaates Jalisco am Freitag mit.

Zunächst waren demnach am vergangenen Samstag drei Tote, die Hände gefesselt und mit Spuren von Folter, in einem Haus in der Stadt Tonalá gefunden worden. Später wurde im 200 Quadratmeter großen Garten des Grundstücks mit Hilfe von Spürhunden nach weiteren Opfern gesucht. Die Ermittler fanden sowohl vergrabene Leichen als auch Sackerl mit Leichenteilen.

Gebiet eines mächtigen Drogenkartells

Die Polizei war den Angaben zufolge auf das Haus aufmerksam geworden, weil ein vor ihr flüchtender Verdächtiger dort hinein gelaufen war. Nachbarn sagten örtlichen Medien, sie hätten Schreie aus dem Haus gehört. In der Gegend, zu der die Millionenstadt Guadalajara gehört, ist das mächtige Drogenkartell Jalisco Nueva Generación aktiv. In den vergangenen Monaten wurden dort mehrere ähnliche Funde gemacht.