Chronik/Welt

500 Neonazis begingen in Budapest den "Tag der Ehre"

Rund 500 Neonazis haben am Samstag in Budapest des 75. Jahrestags der Schlacht um Ungarns Hauptstadt im Zweiten Weltkrieg gedacht. Bei dem Gedenken an den "Tag der Ehre" wurden Mitglieder der Waffen-SS und die an ihrer Seite kämpfenden ungarischen Soldaten gefeiert. Sie hatten am 11. Februar 1945 erfolglos versucht, den Belagerungsring der Roten Armee um Budapest zu durchbrechen.

Etwa 700 Meter von dem Neonazi-Aufmarsch entfernt fand eine Gegendemonstration von rund 400 Antifaschisten statt. Versuche, den Polizeikordon zu durchbrechen und die Neonazi-Veranstaltung mit Rauchbomben zu stören, schlugen fehl.

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Die ungarische Polizei hatte die Demonstration zunächst verboten. Ein Gericht in Budapest hob das Verbot dann aber unter Berufung auf das Versammlungsrecht auf. Die Veranstaltung ging ohne Zwischenfälle zu Ende.