Chronik/Österreich

Grödig trauert um Nachwuchs-Goalie

Ein 16-jähriger Mopedlenker ist Sonntagnachmittag bei einem Verkehrsunfall in St. Leonhard bei Grödig (Flachgau) ums Leben gekommen. Der Verunglückte Michael K. aus Puch bei Hallein (Tennengau) war Nachwuchs-Torhüter beim Fußball-Bundesligisten SV Grödig."Wir sind alle geschockt und drücken den Angehörigen unser tiefstes Beileid aus", sagt Roland Arminger, Club-Manager des SV-Grödig, zum KURIER. "Michael war in der Mannschaft sehr beliebt und hatte immer ein Lächeln im Gesicht", teilte er der sichtlich betroffene Club-Manager mit, der selbst zwei Söhne hat.

Gemeinsam mit einem Kriseninterventionsteam haben sich die jungen Spieler der U 16A des SV Grödig Montagabend getroffen, um das tragische Ereignis aufzuarbeiten. Noch am Samstag stand Michael mit seinem Team auf dem Spielfeld in der ehemaligen Untersbergarena. "In dieser schweren Stunde will man einfach Beistehen, auch wenn man dagegen machtlos ist. Wir sichern der Familie vollste Unterstützung zu, so gut es geht", sagt Arminger.

Der Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 17 Uhr auf der Berchtesgadener Bundesstraße im Gebiet von Gartenau-St.Leonhard. Der 16-Jährige fuhr laut Polizei gemeinsam mit zwei Freunden, die ebenfalls ein Moped lenkten, in einer Kolonne. Beim Grenzübergang Hangendenstein soll K. einen der Freunde überholt haben. Dabei touchierte er das andere Moped, beide Fahrer kamen zu Sturz. Michael K. stürzte dabei so unglücklich, dass er auf die Gegenfahrbahn schlitterte.

Sachverständiger

Ein 41-jähriger Autolenker aus Deutschland konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste K. mit seinem Fahrzeug. Der junge Mopedlenker erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Der zweite Mopedlenker kam mit leichten Verletzungen davon. Der deutsche Autofahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt. Der genaue Unfallhergang wird derzeit untersucht.

"Wir haben die zwei Mopeds sichergestellt und müssen nun die genaue Ursache des Sturzes ermitteln. Ob die Fahrzeuge zu schnell unterwegs waren, an welcher Stelle sich die Fahrzeuge ineinander verhakt haben sowie die genaue Spurenanalyse vom Unfallort", sagt Gerichtssachverständiger Gerhard Kronreif, der den Unfall im Auftrag der Salzburger Staatsanwaltschaft untersucht. In etwa drei bis vier Wochen soll die genaue Unfallursache laut dem Gerichtssachverständigen geklärt sein.