Chronik/Oberösterreich

WK Oberösterreich: "Emotional, weil es letzte Rede hier ist"

"Das ist heute das 14. und letzte Mal. Für mich ist die Zeit vorbei. Für mich ist das heute ein bisschen emotionaler als sonst, weil es meine letzte Rede hier ist." Mit diesen Worten begrüßte und verabschiedete sich Rudolf Trauner Freitagabend bei den rund 200 bis 300 Journalisten, die zum traditionellen Neujahrs-Medienempfang der Wirtschaftskammer in die Linzer Redoutensäle gekommen waren. Der demnächst 63-Jährige wird am 21. November sein Präsidentenamt, das er nun 14 Jahre ausgeübt hat, an Doris Hummer übergeben. "Sie ist sicher die kompetenteste Peron, die am Markt vorhanden ist", sagte er. "Wir haben die Übergabe sehr genau vorbereitet. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, das wird auch so bleiben."

Alle waren gekommen: Präsident Christoph Leitl mit seiner Frau Erni, Doris Hummer, Landtagspräsident Viktor Sigl, die Vizepräsidenten Angelika Sery-Froschauer und Clemens Malina-Altzinger, EU-Parlamentarier Paul Rübig, die Spartenobmänner Christoph Schumacher, Günther Rübig, Johannes Hödlmayr, der demnächst seinen 60er feiert, Christian Kutsam, weiters Bernhard Aichinger (Junge Wirtschaft) Margit Angerlehner (Frau in der Wirtschaft), Konditormeister Leo Jindrak, Hauptverbands-Präsidentin Ulrike Rabmer-Koller, die Direktoren Walter Bremberger und Hermann Pühringer, Pressechef Günter Hosner. Bundesrat Robert Seeber (Promenadenhof) hatte mit seiner Mannschaft wieder ein Buffet kredenzt, das die Augen und Mägen der Gäste höher schlagen ließ.

Fast alle Ehrengäste hatten bereits am Montagabend am traditionellen Neujahrsempfang des Wirtschaftsbundes teilgenommen. Da war Doris Hummer als Landesobfrau die Gastgeberin. Bereits um 18 Uhr fand in der Landhauskirche die Julius-Raab-Messe statt, bei der erstmals die Julius-Raab-Fanfare gespielt wurde, die Markus Hofer von den Swinging Acts aus Lembach komponiert hatte. Die Messe wurde von Bischof Manfred Scheuer zelebriert, Altbischof Maximilian Aichern war Mitkonzelebrant.

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Scheuer hielt eine bemerkenswerte Predigt und sagte zu den vielen versammelten Unternehmern und Funktionären: "Jedes Führungssystem vermittelt ein Menschenbild. Es braucht Vertrauen und Wertschätzung (1). Weiters eine transparente Kommunikation (2). Zudem eine Strategie und Zielorientierung (3). Ein Unternehmen ohne Strategie zu lassen ist ethisch nicht vertretbar. Und es geht um eine optimale Wertschöpfung (4). " Der Bischof forderte eine "lebensdienliche Wirtschaft" und ein "unternehmerisches Tun der Fürsorge für die anderen". Er zitierte Papst Paul VI., der gemeint hat, dass Politik die wirksamste Form der Nächstenliebe sein könne.