Chronik/Oberösterreich

Aufregung im Internet: Hai im Mondsee?

Ein Hai im Mondsee? Fotos davon sorgten am Dienstag in sozialen Medien jedenfalls für Aufregung. Diese zeigten den gefürchteten Raubfisch am Ufer der Ortschaft Plomberg bei St. Lorenz.

Die Aufnahmen stammen vom Salzburger Gerald Herrmann. Kurz nachdem der Salzburger die Fotos seiner Sichtung heute Vormittag auf Facebook veröffentliche, quoll sein Account über: Hunderte Likes, Kommentare, Anfragen und Nachrichten trudelten ein. Einige Facebook-User fragten besorgt, ob das Foto denn echt sei und ob schon die Behörden informiert wurden.

Gegenüber der Bezirksrundschau stellte Hermann klar: "Das Foto ist ein Kunstwerk, das ich gestern nach einer Radtour um den Mondsee gemacht habe."

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Nachdem alle Badeplätze überfüllt waren, habe er laut dem Bericht in Plomberg noch ein ruhiges Plätzchen gefunden. Dabei sei ihm in den Sinn gekommen, wie es wäre, wenn ein Hai die Badegäste vertreiben würde. Ein Foto und ein bisschen Photoshop später, war der "Mondsee-Hai" geboren. Mit einem solch großen Echo hat der Künstler, der seit zehn Jahren solche Bilder mittels Photoshop kreiert, nicht gerechnet. "Das würde ich mir auch gerne mal für meine anderen Arbeiten wünschen", sagte der Salzburger gegenüber derBezirksrundschau.

Wie die Zeitung erfuhr, würde ein Hai ohnehin nicht lange im Mondsee überleben. "Ein normaler Hai wäre innerhalb einer Stunde tot", erklärt Fischökologe Josef Wanzenböck vom Forschungsinstitut für Limnologie der Universität Innsbruck in Mondsee. "Es gibt zwar auch Süßwasserhaie, etwa im Amazonasgebiet. Diese leben aber meist in Flussmündungen im Brackwasser und könnten sich auch nicht so schnell auf reines Süßwasser einstellen."