Chronik/Niederösterreich

NÖ: Mittelalterliche Hafenanlage in Krems entdeckt

Auf der Baustelle der Landesgalerie Niederösterreich in Krems-Stein sind Bauarbeiter auf mehrere Bodenfunde gestoßen, die aus Sicht der Denkmalpflege spannende Erkenntnisse bringen. Zunächst wurden einzelne Keramiken und Holzteile freigelegt. In weiterer Folge sind in einer Tiefe von mehr als fünf Metern bauliche Reste einer Uferanlage entdeckt worden, die Archäologen auf eine mittelalterliche Hafenanlage schließen lassen.

Baustopp

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Von der archäologischen Grabungsfirma "Adrig" wurden die Funde wissenschaftlich dokumentiert und anschließend geborgen, um die Fragmente genauer datieren und für die Nachwelt sichern zu können. Die Teile sollen bearbeitet und fachgerecht konserviert werden. Da der Untergrund generell als historisch wertvoll bewertet wird, werden die Bauarbeiten unter permanenter Aufsicht des Bundesdenkmalamtes durchgeführt. Aus heutiger Sicht müssen die Bauarbeiten für rund sieben Wochen unterbrochen werden. Sobald die archäologischen Funde fertig geborgen sind, soll ein neuer Bauzeitplan kommuniziert werden.

"Bei dem neu entdeckten Hafenbereich von Stein handelt es sich um einen der wichtigsten archäologischen Funde der letzten Jahre in Österreich", sagt Hermann Fuchsberger, Landeskonservator des Bundesdenkmalamtes in Niederösterreich. Dieser ermögliche völlig neue Erkenntnisse zur Flussschifffahrt auf der Donau im Mittelalter und besitze eine welt über die Grenzen Österreichs hinausgehende wissenschaftliche Bedeutung.

Landesgalerie

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Auf dem Gelände soll bis zum Jahr 2018 die neue nö. Landesgalerie errichtet werden. Nach den Plänen der Architekten "marte.marte" entsteht ein futuristischer Komplex, der 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche umfassen und im Untergeschoß mit der Kunsthalle Krems verbunden sein wird.