Chronik/Niederösterreich

Ärger über frühen Badeschluss

Es könnte noch ein versöhnliches Ende werden. Nachdem der Sommer wettermäßig durchwachsen war und dadurch die Badegäste im "Citysplash" ausblieben, blickt man einem sonnigen Finale entgegen. In den kommenden Tagen wird im Sommerbad sicher wieder einiges los sein.Allerdings fällt das Finale heuer um eine Woche kürzer aus als im Vorjahr. Denn bereits mit dem Ende der Sommerferien, am 4. September, sollen die Pforten des "Citysplash" geschlossen werden.

Verkündet wurde die Änderung erst am vergangenen Dienstag. Vor allem bei den Stammgästen sorgt dies für Ärger. "Aus unserer Sicht handelt es sich dabei um einen völlig unverständlichen Bruch mit einer langen Tradition, der alle Besitzer einer Saisonkarte vor den Kopf stößt. Zudem wurde uns damit die Möglichkeit eines Protestes genommen. Die Meinung der Gäste scheint nichts zu zählen", sagt Christian Barnath, der für die Stammgäste spricht. Er betont, dass in anderen Landeshauptstädten wie in Linz oder in Salzburg die Badesaison noch bis zum 11. September dauern würde.

Brief an Stadler

Barnath hat sich nun in einem offenen Brief an Bürgermeister Matthias Stadler gewandt. Darin wird auch Kritik an den Bad-Verantwortlichen geübt. Unter anderem werden die Warteschlangen im Eingangsbereich, Schwankungen bei der Wassertemperatur und die "vollmundig angekündigten" Kindernachmittage, die es dann doch nicht gab, angeführt.

Die Stadt kontert. Es sei deshalb am 4. September Schluss, weil einen Tag später der Betrieb im Hallenbad starten würde. Das Personal müsse dafür übersiedeln. Zudem habe es keine Warteschlangen bei den Kassen, sondern bei den Drehsperren im Ein- und Ausgangsbereich gegeben. Und die angekündigten Veranstaltungen konnten zum Teil deshalb nicht durchgeführt werden, weil das Wetter einfach zu schlecht gewesen sei. Die Schwankungen bei der Wassertemperatur schließlich würden mit den teils kühlen Außentemperaturen zusammenhängen.