Chronik/Burgenland

Gemeinwohl als positives Bilanzergebnis

Unvorstellbare Millionenabfertigungen für gescheiterte Manager, Arbeitskräfte, die wie Sklaven gehalten werden, Auslagern der Produktion ins billige Ausland – die Wirtschaftsschlagzeilen der letzten Zeit zeugen eher von Raubritter- als von Unternehmertum.

Dass es auch anders geht, beweisen Firmen wie etwa Sonnentor im niederösterreichischen Zwettl. Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann hat den unternehmerischen Erfolg neu definiert. Soziale und ökologische Verantwortung sind für ihn keine Fremdwörter, sondern wesentlicher Bestandteil unternehmerischen Erfolgs.

Die Waldviertler Firma, die für biologische Kräuter, Tees und Co. steht, hat auch als eine der ersten in Österreich eine „Gemeinwohl-Bilanz“ erstellt. Mittlerweile sind es rund 100 österreichische Unternehmen verschiedenster Größe, die diese etwas andere Bilanz erstellen. Auch im Burgenland gibt es Betriebe, denen gesellschaftliche und ökologische Werte ein Anliegen sind und dies im Rahmen einer Gemeinwohl-Bilanz transparent machen wollen.

Information

Die Regionalgruppe Burgenland lädt kommenden Freitag zum Informationsabend in Eisenstadt ein. Sonnentor-Mastermind Johannes Gutmann wird über seine Firmenphilosophie und seine Erfahrungen mit der Gemeinwohl-Bilanz berichten. Etwa darüber, wie aufwendig es ist, gesellschaftliche Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu bewerten oder wie ein Betrieb nachhaltig wachsen kann.

Zielgruppe der Veranstaltung sind Unternehmer. Kommen kann aber jeder, der interessiert ist.

Freitag, 22. Februar, 19 Uhr, Saal des Volksbildungswerkes Eisenstadt, Haydn Gasse 11, Eintritt: Freie Spende, Anmeldung: burgenland@gemeinwohl-oekonomie.org