Chronik/Burgenland

Burgenland will sich als Marke international profilieren

Mit der Entwicklung einer eigenen Qualitätsmarke will das Burgenland Betriebe bei ihrem Auftritt am heimischen und internationalen Markt unterstützen. Der Startschuss für das Projekt fiel am Dienstag in Eisenstadt. Unter der noch zu kreierenden Dachmarke sollen zertifizierte Unternehmen Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Tourismus, Wirtschaft, Kultur, Wein und Kulinarik anbieten können, sagte Landeshauptmann Hans Niessl.
Die Kriterien, unter denen das Qualitätszeichen vergeben wird, will man unter Beiziehung von Experten innerhalb eines Jahres festlegen. Bis Ende Jänner 2013 wolle man den Projektantrag entwickeln, um Förderungen in der Höhe von rund 450.000 Euro auslösen zu können, erläutert Niessl: „Das ist noch über das Phasing Out finanzierbar.“

Maria Kast, Geschäftsführerin des Weinwerks in Neusiedl am See begrüßt das Projekt. Aber nur, „sofern sich eventuelle Kosten und der bürokratische Aufwand in Grenzen halten“, weist Kast hin. Vor allem kleine Direktvermarkter würden diese aufgrund der geringen Preisspanne von einer Teilnahme abhalten, meint die Geschäftsführerin.

Die Wirtschaftskammer erwarte sich von dem Projekt eine Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, eine Steigerung der Exportrate von derzeit 35,2 Prozent des BIP sowie eine Absicherung von Arbeitsplätzen, erläuterte Präsident Peter Nemeth. Das Burgenland als Marke ermögliche Identifikation: „Wir können uns damit vom Mitbewerber abheben“, sagt Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger.

Mit der Marke werde dem Konsumenten signalisiert, „dass er gute Qualität bekommt“, erklärt der Präsident der Arbeiterkammer Burgenland, Alfred Schreiner.