So schützt Freitag, der 13. vor Unfällen: 13 schräge Fakten
Am kommenden Freitag und dann gleich noch einmal im März steht ein Freitag, der 13. ins Haus. Was ist dran am Aberglauben, wer glaubt daran – und könnte das Datum etwa gar Gutes bringen?
13 Sekunden lebte Ski-Superstar Lindsey Vonns Traum vom Olympia-Sieg, bevor sie am Sonntag schwer stürzte. Ihre Startnummer: 13. Das doppelte Vorkommen der sogenannten Unglückszahl lässt bei abergläubischen Menschen die Alarmglocken schrillen. Genau wie der kommende Freitag, an dem die nächste 13 ins Haus steht. Und das war noch nicht alles: Bereits im März steht schon wieder ein Freitag, der 13. im Kalender.
Gründe genug, das als Unglückstag geltende Datum genauer unter die Lupe zu nehmen. Der KURIER hat 13 Fakten zu Freitag, dem 13. gesammelt.
1. Öfter als 2026 kann Freitag, der 13. nicht kommen
Gleich dreimal fällt heuer der 13. auf einen Freitag, im Februar, März und November. Das ist das rechnerisch mögliche Maximum. Mindestens einmal im Jahr gibt es die als unglücksbringend verschriene Kombination. Mehr als dreimal im Jahr kann es aber nicht passieren.
2. Doppeltes Unglück?
Dass nach dem Februar im März gleich noch ein Freitag auf den 13. fällt, ist kein Anzeichen von besonderem Pech, sondern rechnerische Notwendigkeit. Da der Februar – außer in einem Schaltjahr – nur 28 Tage hat, kann der 13. im darauffolgenden Monat nur auf den gleichen Tag fallen. Jedes „normale Jahr“, das an einem Donnerstag beginnt, folgt diesem Muster.
3. Unglückstag Freitag
Dass Freitag, der 13. als Unglückstag gilt, ist eine relativ neue „Erfindung“ (mehr dazu siehe unten). Dem Freitag an sich hingegen sagt man schon lange Böses nach.
So soll Eva ihrem Adam an einem Freitag den schicksalhaften Apfel gereicht haben, der die beiden den Platz im Paradies kostete. An einem Freitag wurde Jesus ans Kreuz genagelt, der daraus resultierende Karfreitag ist seit jeher einer der beiden strengsten Fastentage des kirchlichen Jahres.
„Was freitags wird begonnen, hat nie ein gut’ End’ genommen“, lautet auch ein altes Sprichwort.
Bei den Wikingern hingegen war der Freitag noch ein Glückstag, benannt nach Frigg, der Ehefrau des Göttervater Odins.
4. Das "Dutzend des Teufels"
Das „Dutzend des Teufels“ wurde die Zahl 13 im Christentum auch genannt. Der 13. beim letzten Abendmahl war Judas, der Jesus verriet. 12 gilt als harmonisch. 12 Monate hat das Jahr, zwei Mal 12 Stunden der Tag. Die 13 ist da einfach zu viel des Guten und bringt Unruhe.
5. Hotels, Airlines und Architekten verschweigen die 13
Der Aberglaube, dass die Zahl Unglück bringt, ist so verbreitet, dass in vielen Flugzeugen europäischer Fluglinien – auch bei der AUA – die Reihe 13 einfach ausgelassen wird. In Hotels folgt auf Zimmer 12 oft das Zimmer 14 und bei Hochhäusern sucht man das 13. Stockwerk mitunter vergebens.
Weil in Italien und Brasilien die Zahl 17 als Unglückszahl gibt, fehlt in manchen Flugzeugen übrigens auch die 17. Reihe.
6. 14. Gast zu mieten
13 Gäste an einem Tisch? Ein Graus für jede Pariser Gastgeberin im 18. und 19. Jahrhundert. Die Lösung bot der sogenannte "Quatorzième" (dt. Vierzehnter), ein Gast, den man mieten konnte und der gut gekleidet erschien, um die teuflische Zahl auszugleichen.
7. Sechs Prozent der Österreicher abergläubisch
Für die meisten Österreicher (85 Prozent) ist der Freitag, der 13. ein Tag wie jeder andere. Immerhin sechs Prozent gaben bei einer Umfrage von makam market research vor mehreren Jahren an, an diesem Datum besonders vorsichtig zu sein. Im Vergleich glaubte allerdings jeder Zweite der Befragten, dass vierblättrige Kleeblätter Glück bringen.
8. Panische Angst
Steigert sich der Aberglaube zu einer Phobie, meiden Betroffene Orte oder Situationen, die mit der Zahl 13 zu tun haben. Das Krankheitsbild nennt sich Triskaidekaphobie. Eine Unterart ist speziell die Furcht vor Freitag, dem 13., die Paraskavedekatriaphobie. Betroffene verlegen Termine, verschieben Reisen oder trauen sich an diesem Tag gar nicht aus dem Bett.
9. "Schwarze Freitage"
Um die unglückliche Wirkung des Tages zu belegen, werden als Ursache für den Aberglauben oft historische Ereignisse zitiert.
Am 13. Oktober 1307, dem sogenannten „Schwarzen Freitag“, wurden in Frankreich alle Mitglieder des Templerordens verhaftet. In weiterer Folge kam es zu den Templerprozessen.
Ebenfalls als „Schwarzer Freitag“ ging der 13. Oktober 1929 in die Geschichte ein, als die Börse crashte und es zur Weltwirtschaftskrise kam. In letzterem Fall passierte der Crash eigentlich am Donnerstag, in Erinnerung blieb jedoch der Tag darauf. Zuvor gab es auch am Freitag, dem 13. Mai 1927 einen schweren Krach an der Berliner Börse.
Alle drei Tage lösten aber nachweislich nicht den Aberglauben um Freitag, den 13. aus.
Auch als am Freitag, dem 13. November 2015 islamistische Terroristen an fünf verschiedenen Orten in Paris Anschläge verübten, blieb das Datum nicht unbeachtet.
Am 13. um 13:13 mit 13 vom Blitz getroffen
Und als am 13. August 2010 ein 13-jähriger Brite vom Blitz getroffen wurde und das Ambulanzteam das um 13.13 Uhr in der Krankenakte vermerkte, machte das international Schlagzeilen. Dem Burschen passiert damals kaum etwas. Er kam mit einer „sehr kleinen Verbrennung an der Schulter“ davon.
10. Seit den 1950ern Unglückstag
Auch wenn man glauben könnte, Freitag, der 13. gälte schon seit Jahrhunderten als Unglücksbringer, ist der Aberglaube doch vergleichsweise jung. Noch in den 1930er-Jahren waren der Freitag und die 13 jeweils für sich mit spezifischen Bedeutungen besetzt, wurden aber nicht miteinander verbunden. Erst in den 1950ern tauchte die negative Kombination auf, vermutlich in Zeitungsberichten.
11. Geldmaschine "Freitag, der 13."
Der Aberglaube veranlasste Sean S. Cunningham Anfang der 1980er-Jahre, seinen Horrorfilm „Friday the 13th“ zu nennen. Mit einem Budget von nur 550.000 Dollar drehte er seinen Film, der eine der langlebigsten Horror-Filmreihen der Filmgeschichte begründete. Mit bisher elf Fortsetzungen wurden allein in den USA fast 40 Millionen Dollar eingespielt.
12. Freitag, der 13. als Glückstag
Nicht jeder fürchtet sich vor dem Unglückstag, im Gegenteil. Bei der bereits zitierten Umfrage von makam market research gaben zwar sechs Prozent der Befragten an, an diesem Tag vorsichtiger zu sein, aber acht Prozent glauben, dass der Tag ihnen Glück bringt.
Auch in der japanischen und jüdischen Tradition ist die Zahl 13 und damit auch Freitag, der 13. positiv besetzt.
13. Der 13. als Schutz vor Unfällen
Einen weiteren Hinweis darauf, dass der 13. wohl eher Glück bringt, liefert die Unfallstatistik. Mehrere Versicherungen werteten Zahlen für diesen Tag aus und kamen zu einem überraschenden Ergebnis. Während die Krankenstandstage in die Höhe gehen, gingen die Unfälle zurück.
Angenommen wird, dass abergläubische Personen potenziell gefährliche Situationen eher meiden und besser aufpassen. Es ist eben doch jeder seines eigenen Glückes Schmied.
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