Welchen Mode die jungen Brit-Royals gerade populär machen
Trendbewusste Eltern setzen auf ganz bestimmte Kindermarken anstatt auf Luxuslabels – dabei spielen auch die britischen Royals Charlotte, George und Louis eine gewisse Rolle.
Wer wissen will, was Kinder heute tragen, muss nicht unbedingt auf den Spielplatz gehen, sondern auf Instagram. Dort posieren die Sprösslinge von Influencern und Prominenten längst in Outfits, die aussehen, als kämen sie direkt aus einem Lifestyle-Magazin. Kindermode ist zur Stilfrage geworden und trendbewusste Eltern lassen die Finger von Kleidern mit Eisprinzessin Elsa oder dem Superman-Shirt – sofern sie sich gegen die Kleinen durchsetzen können.
Während früher Comicfiguren und Glitzer dominierten, sind heute Naturtöne, hochwertige Stoffe und überraschend erwachsene Schnitte gefragt. Die Mini-Me’s tragen Leinenhemden, weite Hosen und Sneaker, die auch Erwachsene sofort kaufen würden.
2013 gegründet: Donsje Amsterdam ist bekannt für handwerkliche Details, Liebling von Stars wie Sofia Richie und im Premiumsegment angesiedelt.
©HerstellerSkandi-Schick, spanische Labels
„Butter Yellow“ gilt als Trendfarbe des Jahres und findet sich inzwischen auch in Kinderkollektionen. Dazu kommen Salbeigrün, Vanille, Sand, Schokolade, Himmelblau, Rostrot und zarte Apricot-Töne. Knallfarben sind zwar nicht verschwunden, werden aber meist nur als Akzent eingesetzt.
Spannend ist auch der Einfluss der Erwachsenenmode. Während Luxusmarken wie Dolce & Gabbana, Dior, Gucci oder Fendi weiterhin Mini-Me-Kollektionen anbieten, orientieren sich viele stilbewusste Eltern mittlerweile lieber an kleineren Nischenlabels. Die wirken exklusiver, individueller und vor allem weniger offensichtlich luxuriös. Besonders gefragt sind derzeit Anbieter wie Donsje Amsterdam oder die Skandinavier Konges Sløjd und Liewood. Aber auch spanische Marken haben Coolness-Faktor, etwa Bobo Choses, Tiny Cottons oder The New Society, die von der ehemaligen Zara-Designerin Estefanía Grandío gegründet wurde und derzeit als eines der begehrtesten Labels gilt.
The New Society von der ehemaligen Zara-Designerin Estefanía Grandío boomt:
In Portugal wird nur mit natürlichen Bio-Stoffen produziert. Denim-Hose um 95 Euro.
Verspielte Designs, sehr etabliert: Die Schweden Mini Rodini, die es seit 2006 gibt. Baumwollshirt mit
Tischtennis-Schläger um 32 Euro.
Thermo-Lunchtasche für Kinder des dänischen Labels Liewood, 55 Euro.
©HerstellerNostalgie und Romantik
Während viele Anbieter auf Oversize-Schnitte, Musselin und Naturtöne setzen, kommt ein zweiter großer Trend in die Kinderzimmer. Nostalgie und Romantik aus vergangenen Jahrzehnten mit zarten Karo-Kleidern, Rüschen, Stickereien, Bubi-Krägen, Latzhosen und Maschen. Die Stilvorbilder sind hier George, Charlotte und Louis, die Kinder von Prinz William und Prinzessin Kate. Besonders die 11-jährige Charlotte hat sich zu einer echten Trendsetterin entwickelt. Was der kleine britische Royal von Amaia Kids, Trotters oder Pepa London bei öffentlichen Auftritten trägt, ist meist sofort ausverkauft.
Auch das neue österreichische Label Artheo fühlt sich dieser Ästhetik verbunden und versucht im hart umkämpften Markt zu überzeugen. Zeitlose Kinderkleidung für besondere Anlässe wird in Wien designt und in traditionellen spanischen Ateliers gefertigt, mit dem Anspruch, Erbstücke zu schaffen, die über Generationen weitergegeben werden.
Artheo, ein Wiener Label, gibt es seit zwei Jahren. Die Gründerinnen setzen auf hochwertige Materialien. Strampler Lucia um 145 Euro.
©Artheo II c Tobias Holzer
Naturinspiriert: Konges Sløjd ist eine dänische Marke. Karo-Badeanzug Etta mit Kirsch-Detail um 55 Euro.
©Konges Slojd
Für hochwertige Lederschuhe bekannt: Die Niederländer Donsje Amsterdam. Schuhe Hummingbird, 90 Euro.
©Hersteller
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