Kylie in der Doku: 2025 zieht sie von London zurück nach Melbourne.
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Kylie Minogue: Das Sternchen "ohne Talent" glänzt immer noch

Eine neue Doku-Serie beleuchtet die Karriere der Pop-Ikone. Nicht nur musikalisch bleibt sie durch neue Impulse ein Dauerbrenner. Auch modisch hat sie sich gewandelt, ohne ihren eigenen Stil zu verlieren.

Lockenmähne, kurze Shorts und der herzige Hit „I Should Be So Lucky“: So wurde das australische Seriensoap-Sternchen Kylie Minogue Ende der Achtzigerjahre zum weltweiten Popstar. 

Die Sängerin mit britischen Wurzeln machte sich bald die Musikhauptstadt London zur Wahlheimat – und musste dort viel Häme einstecken. Sie sei "ohne Talent" urteilten Musikexperten, "Kylie Minogue ist der ultimative Triumph von Verpackung über Persönlichkeit", ätzte der New Musical Express 1988.

Jason Donovan and Kylie Minogue

 Mit ihrer ersten Liebe Jason Donovan startet sie als TV-Star durch.

©IMAGO/Capital Pictures/Phil Loftus/Capital Pictures/Imago Images

Viel Häme

Wie herablassend und nicht selten frauenfeindlich damals über die Sängerin geschrieben wurde, ist eines der Themen der neuen Netflix-Dokuserie „Kylie“. 

Die heute 57-Jährige blickt in den drei Folgen nicht nur auf ihre Karriere, sondern auch auf ihr Privatleben zurück. Dabei offenbart sie erstmals, dass sie nach ihrer öffentlich gemachten Brustkrebserkrankung im Jahr 2005 erneut erkrankte.

 „Meine zweite Krebsdiagnose erhielt ich Anfang 2021. Ich konnte das für mich behalten. Nicht wie beim ersten Mal“, gibt Minogue preis. Heute gilt sie als gesund und möchte vor allem eines: Musik machen und das Leben feiern. „Auf der Bühne macht das Leben für mich Sinn“, sagt sie in der Doku.

Sydney WorldPride 2023

Schwester Dannii gilt als enge Vertraute und kommt in der Doku vor. 

©EPA/BIANCA DE MARCHI

Nullerjahre als Disco-Queen 

Dass sie sich während ihrer bald 40 Jahre andauernden Karriere immer wieder neu erfinden konnte und keine musikalische Eintagsfliege war, bewies Minogue spätestens in den Nullerjahren, als sie sich als futuristische Disco Queen neu positionierte.

Sexy Looks ohne Provokation

Ihr Stil ist seither ein Spiegel ihrer musikalischen Phasen: verspielt, sexy, futuristisch, glamourös. Attribute, die sie gerade alle zu vereinen scheint. Enge, freizügige Looks gehören weiterhin zu ihrem Repertoire. Aber auch etwas gesetztere Outfits mit Blazer und weiten Kleidern mischen sich zu den Glitzerroben des leidenschaftlichen Modefans.

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In den Nullerjahren erfindet sie sich als Disco-Queen neu. 

©Scherf/Imago Images

Gucci und D&G

Schon in den Neunzigerjahren war Minogue mit ihrer großen Liebe Michael Hutchence auf den Schauen von Chanel und Co. zu Gast. Seit Jahrzehnten trägt sie Dolce & Gabbana, Synonym für italienische Sinnlichkeit, setzt ebenso auf Gucci oder die legendären Ultra-Minikleider von Balmain.

Ihre berühmten goldenen Hotpants aus dem Video zu „Spinning Around“ lässt sie heute im Kasten, aber transparente Kleider und auffällige Lack-Outfits gehören weiterhin zu ihren Bühnenoutfits.

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Vor drei Monaten bei der Chanel Schau

©APA/AFP/GEOFFROY VAN DER HASSELT
The 66th Annual Grammy Awards in Los Angeles

Grammy-Gewinn 2024 in Dolce & Gabbana

©REUTERS/DAVID SWANSON
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Rennfahrerkluft bei einem Auftritt 2025

©APA/AFP/OLI SCARFF
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Glitzernd in einer Elie-Saab-Robe

©APA/AFP/ANGELA WEISS
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Maßgeschneidertes Gucci-Kleid bei der Oscar-Aftershowparty von Vanity Fair.

©APA/AFP/MICHAEL TRAN

Dass Mode bei ihr auch künstlerisch und selbstironisch sein darf, zeigt sie als Testimonial in der aktuellen Kampagne von JW Anderson. Minogue scheint bei sich angekommen zu sein. Sie ist nicht mehr so schüchtern wie früher, erklärt sie in der Doku. 

Tour 2027 & Schauspielerei

Musikalisch bringt ihr der Grammy-Gewinn für den Song „Padam Padam“ 2024 die nötige Gelassenheit. 2027 will sie auf Tour gehen und auch zu ihren Wurzeln, der Schauspielerei, zieht es sie.

„Ich würde gern in einem Musical spielen, wieder schauspielern und mich in die Hände eines Regisseurs begeben.“

Christina Michlits

Über Christina Michlits

Hat Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert. Nach Kennenlernen des Redaktionsalltags bei Profil und IQ Style, ging es unter anderem zu Volume und dem BKF. Seit 2010 bei KURIER für die Ressorts Lebensart und Freizeit tätig. Schwerpunkte: Mode, Design und Lifestyle-Trends.

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