Hotelduell: Moderne Familienoase vs. stylishes Stadthotel in Graz
Zwei Hotels in Graz für verschiedene Ansprüche: Harry’s Home Smart City vs. Grand Hotel Wiesler
Harry’s Home Smart City
Wer das Graz der Zukunft sehen will, ist hier richtig: In der Smart City, einem neuen Areal nördlich des Hauptbahnhofs. 3.000 Bewohner sollen bald einen pulsierenden öffentlichen Raum vorfinden. Der steckt noch in den Kinderschuhen, aber wer hier im Harry’s Home eincheckt, bekommt einen ersten Eindruck, umgeben von neuen Bauten und stylishen Lokalen. Im Hotel selbst geht es herzlich und unkompliziert zu.
Die familiengeführte Kette aus Tirol hat sich Flexibilität auf die Fahnen geheftet. Ideal für einen Mehrgenerationen-Urlaub im großzügigen, modernen Apartment, in dem Großeltern, Eltern und Kinder Platz finden.
Straßenbahn vor der Tür
Das Beste an den heimeligen Zimmern ist die hervorragende Schallisolierung, die Privatsphäre und Ruhe garantieren. Wer ein zusätzliches Weinglas braucht, kann sich das im Serviceraum rund um die Uhr holen. Auch die Hotelbar ist gut durchdacht, weil sie dank eines Spielraumes in Sichtweite sogar für Familien taugt. Der Morgen beginnt mit einem tollen Frühstücksbuffet – um 16 Euro sind auch Kaffee und Tee inklusive. Highlight: die selbst gemachten Aufstriche und Vanille-Croissants.
Großer Vorteil des Standorts: Die Straßenbahn vor der Tür fährt direkt in die Altstadt. Nur bitte nicht Harry’s Home Smart City Graz mit Harry’s Home Hart bei Graz verwechseln – so wie die Großeltern bei einer Taxifahrt ins Hotel.
christina.michlits@kurier.at
Zimmer im Grand Hotel Wiesler
©MICHAEL KOENIGSHOFER/Weitzer HotelsGrand Hotel Wiesler
Eines ist auf den ersten Blick klar: Hier herrscht Minimalismus in maximalem Maß. Die hellen Hotelzimmer mit den betonverwaschen aussehenden, hohen Wänden beherbergen keinerlei Schnickschnack, vielmehr wird auf wenige Möbel gesetzt.
Einzig im Badezimmer finden sich handbemalte Talavera-Waschbecken aus Mexiko und in manchen Zimmern auch freistehende Badewannen. Hie und da gibt es Accessoires wie eine Schreibmaschine.
Wer es reduzierter mag, hat hier also ganz viel Luft zum Atmen. Und wer aus den Fenstern zur Straßenseite schaut, kann die rauschende Mur vor sich beobachten. 1909 wurde dieses Hotel der anderen Art gegründet. Ursprünglich hat Carl Wiesler fünf Gasthöfe zu diesem Haus zusammengeschlossen, 1986 wurde es erstmals komplett renoviert. Seither sollen hier auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger, Mick Jagger, Jennifer Lawrence oder sogar der Dalai Lama übernachtet haben.
Verspieltes Restaurant
Ganz anders als in den Zimmern geht es im Erdgeschoß zu: Im Restaurant Salon Marie könnte es verspielter nicht sein: bunte Wandmalereien, eine farbenfrohe Schank, dazwischen schlichte Tischgruppen. Als Kontrast dazu hängen riesige Luster von der Decke. In der Früh wird in der Mitte eine lange Tafel mit Speisen aufgebaut, abends verwandelt sich der Raum in ein Restaurant. Gegessen werden kann übrigens auch an der Bar.
marlene.auer@kurier.at
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