Kotanyi-Grillstudie 2026: Gemüse verdrängt Geflügel von Platz zwei
Die Österreicher zeigen sich erneut als „Grillnation“, Gemüse rangiert bereits vor Geflügel. Grillfans wollen aber heuer weniger ausgeben, zeigt die aktuelle Kotanyi-Grillstudie.
Schon die Inspektoren des Guide Michelin prognostizierten mit Blick auf die großen Küchen der Welt den Trend zum Kochen am offenen Feuer. Da wird etwa mit weißer japanischer Eukalyptuskohle gearbeitet oder das Gargut total langsam gegart. Was Sterne- und Haubenköche begeistert, ist auch im Privaten zu bemerken.
Grillsaison startet mit neuen Trends
Hierzulande wird die Grillsaison ja traditionell ab den ersten warmen Tagen eröffnet. Doch laut der gerade veröffentlichten Grillstudie des Gewürzproduzenten Kotanyi erfreut sich ausgerechnet das direkte Grillen über offenem Feuer als Trend. „Open Fire Revival“ nennt sich diese im Set-up im Vergleich zum „normalen“ Grillen reduzierte Art, die aber intensiven Geschmack liefert. Bereits 32,4 Prozent der Befragten lieben diese Technik. Auch „Fire ’n’ Smoke“ wird man bei Grillfesten heuer öfter zu hören und sehen bekommen. Unter den Grilltrends rangiert die Kombination von direkter Hitze mit Smoken für die Raucharomen mit 20 Prozent ebenfalls weit vorne.
In Summe weist die alljährliche, repräsentative Untersuchung (500 Befragte zwischen 15 und 59 Jahren) in Kooperation mit „marketagent“ Österreich aber einmal mehr als Grillnation aus. 95 Prozent gaben an, im Sommer zu grillen. Ein Viertel davon wirft den Grill wöchentlich an, meistens daheim. Und für fast die Hälfte (48 Prozent) stellt Grillen generell „ein Stück Lebensfreude“ dar. Für 43 Prozent zählt auch das Drumherum dazu, etwa das Zubereiten von eigenen Soßen und Marinaden, das produktive Miteinander lieben 39 Prozent. Und 24 Prozent sehen Grillen gar als Mikro-Auszeit.
Würstel bleiben am beliebtesten
Was auf dem heißen Rost landet, hat sich an der Spitze wenig verändert. Mit 77 Prozent bleiben Würstel die deutlichen Favoriten. Dafür rückte Gemüse in der Grillstudie um fünf Prozent vor und eroberte damit erstmals den zweiten Platz (74 Prozent), gefolgt von Geflügel (72 Prozent). Als Top-Aufsteiger des Jahres erweist sich allerdings Grillbrot, das um sieben Prozent vorrückte und bei 33 Prozent der Befragten Zustimmung fand.
Österreicher wollen weniger ausgeben
Doch bei aller Grillfreude wollen die Österreicherinnen und Österreicher 2026 weniger Geld ausgeben, zeigt die Studie. Pro Person wird das Grillbudget durchschnittlich bei 18,38 Euro pro Person liegen. Im Vorjahr waren es noch 19,58 Euro. Allerdings ist weniger der Preis entscheidend, sondern das Gesamterlebnis. Am meisten zählt etwa der Geschmack (64 Prozent), ein gutes Preis-Leistungsverhältnis (57 Prozent) und Qualität (55 Prozent). 41 Prozent legen mittlerweile auch viel Wert auf eine regionale Herkunft der Produkte.
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