Rath Reist: Alpine Tradition und asiatische Seele
Das "Mandarin Oriental Palace" ist ein Paradebeispiel der prachtvollen Belle Époque.
Von Carsten K. Rath
In Luzern fasziniert das Zusammenspiel der Epochen: Die Altstadt ist mittelalterlich geprägt, die Promenade glänzt in prachtvoller Belle Époque. Das "Mandarin Oriental Palace" ist ein Paradebeispiel dieser Ära und eine Verbeugung vor dem Visionär Franz Josef Bucher, der 1906 mit dem "Hotel Palace" seinen Traum eines mediterranen Rückzugsortes verwirklichte. Buchers Sinn für das Besondere prägt das Haus bis in die Gegenwart und zieht Weltstars an.
Auch Musiklegenden wie Elton John oder Beyoncé genossen aus ihren Suiten schon den Blick auf den Vierwaldstättersee und die Alpen. Heute führt das Haus der sympathische Hoteldirektor Matthias Kindl.
Geschichte und Schweizer Know-how
Überall im Haus begegnen einem subtile asiatische Einflüsse. Schmetterlingsintarsien in den Möbeln oder Schrankgriffe aus Leder erinnern an die Wurzeln der "Mandarin Oriental Gruppe". Der Marmorboden aus Carrara und Nero Marquina bildet einen luxuriösen Kontrast zu den weichen Naturmotiven an den Wänden.
Die Designer haben die historische Substanz mit Molteni-Möbeln und Schweizer Teppichen vereint. Die Gastronomie führt diese Exzellenz weiter. Zwei Michelin-Sterne hält Gilad Peled im "Colonnade". Beim Dinner begeistert er mit Alpstein Poulet und einer Käse-Auswahl des Affineurs Rolf Beeler. Im "Minamo" kreiert Yutaka Kobayashi ein exklusives Omakase für nur acht Gäste. Ein Erlebnis.
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