Meine Bibliothek: Was Modedesignerin Michaela Mayer gerne liest
Die Modedesignerin feiert heuer den 30. Geburtstags ihres Wiener Labels Michel Mayer. Mit welchen Lieblingsautoren sie dem Alltag entflieht und wer sie inspiriert.
„Leider komme ich viel zu wenig zum Lesen. Wenn ich nicht im Atelier arbeite, versuche ich die Zeit bewusst mit meinem Sohn zu verbringen“, erzählt die Wiener Modedesignerin, die heuer ihr 30-jähriges Michel-Mayer-Jubiläum und auch den 25. Geburtstag ihres Shops in der Singerstraße feiert. Im Zuge dessen plant Mayer auch noch einige modische Highlights für dieses Jahr. „Nach unserer ,Anniversary Collection’, eine Kollektion ganz in Weiß, die einige Klassiker der letzten 30 Jahre umfasst, wird es bald eine limitierte Auflage von 100 Stück unseres ersten Seidentuches mit einem handbemalten Motiv geben.“
Wenn sie nicht arbeitet - liest Mayer überall – am liebsten in der Früh und abends
©Ernst KainersdorferDafür dass die Modedesignerin eigentlich wenig zum Lesen kommt, weil sie neben ihrer Couture und Ausstattung für die Filmindustrie auch Kooperationen mit internationalen Marken eingeht und Kostüme für Tanzfestivals und Theater entwirft, ist ihr Bücherregal ganz schön lang: über sechs Meter zieht es sich durch einen Raum.
Es gibt mehrere Bücherregale in ihrer Wohnung , auch im Kinderzimmer
©Michel MayerEin paar Bücher sind im Wohnzimmer verstreut und auch der Sohn hat in seinem Zimmer eine kleine, eigene Bibliothek angesammelt.
Im Regal ihres Sohnes steht sein Lieblingsbuch: „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke
©Michel MayerEines ihrer Lieblingsbücher, eine fiktive Geschichte aus dem Wien des Fin de Siècle, las Michaela Mayer sogar mehrmals: „Und Nietzsche weinte“ von Irvin D. Yalom. Eine Mischung aus existenzieller Psychotherapie, einer Beziehung zwischen Patient und Therapeut und Nietzsches Philosophie.
„Und Nietzsche weinte“ von Irvin D. Yalom ist Mayers persönlicher Bestseller
©Michel MayerAuch der autobiografische Roman, den Mayer während ihrer Ausbildung als Kunsttherapeutin gelesen hat, „Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen“ von Hannah Green, der von Solidarität unter Kranken handelt, berührte sie nachhaltig.
„Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen“ von Hannah Green (Joanne Greenberg)
©Michel MayerUm in ihren Büchern zu schmökern, hat Mayer keinen bestimmten Leseplatz. Sie liest gerne am Schreibtisch, auf der Couch, abends und morgens auch gerne einmal im Bett.
Dort blättert sie zum Ausgleich vom Alltag und als Inspiration zum Beispiel in Kunstbänden, wie in „Landschaft“ von Gerhard Richter.
„Landschaft“ von Gerhard Richter, Hatje Cantz Verlag. Von dem Bildband lässt sich Mayer gerne inspirieren
©Michel Mayer„Er ist mein absoluter Lieblingskünstler. Ich liebe es, in seine Bilder einzutauchen“, schwärmt die Designerin.
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