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Wie die Zeit jetzt an die Kette gelegt wird

Bevor Uhren am Handgelenk modern wurden, baumelten sie an kurzen oder langen Ketten. Als Modeaccessoire tun sie das jetzt wieder.

Die Zeit an die Kette zu legen, um sie besser zu kontrollieren, ist, wenn auch nur hypothetisch, ein schöner Gedanke. Doch wir wissen: Die Zeit läuft, immer, unaufhaltsam. Und doch gibt es Uhren, die genau dieses Paradox verkörpern: Sie hängen an langen Ketten in Nabelhöhe, baumeln am kurzen Band am Hals, an der Tasche oder sind flott an das Revers geklippt. Angesiedelt zwischen Vintage-Charme und modernem Luxus feiern solche Uhren in modernen Varianten jetzt ein Comeback.

Befeuert hat den Trend einmal mehr Swatch mit den neuen „Royal Pop“-Taschenuhren, die weltweit einen ziemlichen Hype ausgelöst haben. Die Kollektion ist in Kooperation mit der Luxusbrand Audemars Piguet entstanden. Die popigen Modelle, erhältlich mit drei Lanyardlängen und ganz leicht auch in eine Tischuhr verwandelbar, sind von Piguets berühmter „Royal Oak“ aus 1972 inspiriert. Typische Merkmale, wie das „Petite Tapisserie“-Zifferblattmuster, die achteckige Lünette und die acht sechseckigen Schrauben, finden sich auf den witzigen Anhängeruhren. Swatch hat unter anderem das Uhrwerk mit Handaufzug (Sistem51) und das farbenfrohe Design, angelehnt an die kultigen Pop-Uhren der 80er-Jahre, beigesteuert.

 

Kostbar und geheimnisvoll

Schwung in die Zeitansage bringt auch Van Cleef & Arpels mit dem Secret Watch-Anhänger „Alhambra “, ein Motiv, das die Luxusmarke 1968 kreiert hat. Seither wird das Symbol des Glücks vielfältig bei Schmuck und Uhren verwendet. Der Secret Watch-Anhänger, in der Slideshow am Ende des Textes mit einem Türkis und Diamanten abgebildet, ist beides: Schmuckstück und Uhr, die mittels Spezialmechanismus wie magisch zum Vorschein kommt. Getragen wird die geheimnisvolle Schmuckuhr an einer 90 Zentimeter langen Goldkette.

Auch Piaget ließ sich für seine neuen Sautoir-Ketten - den sogenannten „Swinging Pebbles“ - von eigenen Kollektionen aus den 1960er- und 70er-Jahren inspirieren. Diese „schwingenden Kieselsteine“ werden in drei edlen Schmucksteinen – Tigerauge, Verdit oder Pietersit – gefasst. Dazu wird jeder Stein exakt ausgefräst, ein wertiges Uhrwerk eingesetzt, der „Kieselstein“ bei der Pietersit-Variante extra kunstvoll mit Diamanten veredelt. Und zum Schluss wird die Uhr an eine lange, gedrehte Goldkette gehängt. Der Rest ist Bewegung, Rhythmus, ein Tanz der Zeit – happy „Swing Time“!

Cordula Puchwein

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