Schmetterlings-Paradies: So locken Sie Falter in den Garten
Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie Lebensraum für Ei, Raupe, Puppe und Schmetterling.
Hecken, kleine Wäldchen und selbst einzelne Bäume können die Anzahl an Schmetterlingen in Kulturlandschaften deutlich erhöhen. Das zeigte zuletzt eine britische Studie Mitte des Vorjahres.
Die Forschenden appellieren darin an Landwirte und Landbesitzer, diese wichtigen Lebensräume zu schützen bzw. wiederherzustellen. Neben den Bestäubern würden zahlreiche andere Arten von den Maßnahmen profitieren.
In Österreich gibt es etwa 200 Tag- und 4.000 Nachtfalter-Arten, ein Drittel davon ist gefährdet. Auch Gartenbesitzer sind daher aufgerufen, Lebensraum für die filigranen Überflieger zu schaffen. Die Umweltberatung beschreibt auf ihrer Homepage „Wege zum Schmetterlingsparadies“:
Heimische Pflanzen setzen: „Bieten Sie viele heimische Blühpflanzen an“, raten die Experten. Falter werden v.a. durch Rot, Orange, Gelb, Violett und Pink angelockt. Auch der Geruch spielt eine Rolle. Der Nektar liefert jedenfalls Nahrung für Schmetterlinge. Für den Blumentopf eignen sich Lavendel, Thymian und Dill.
„Unkraut“ zulassen: „Verzichten Sie auf den perfekt gepflegten Rasen“, heißt es weiter im gratis Download. Brennnessel, Klee & Co. sind lebenswichtig für Raupen und ermöglichen erst die Fortpflanzung vieler Arten.
Vielfalt schaffen: Sonnige Plätze, Hecken, Gebüsche sowie Holz- oder Reisighaufen bieten Wärme, Schutz und ein Zuhause für Eier, Raupen, Puppen und Falter. Sie helfen zudem beim Überwintern. Offene, feuchte Bodenstellen sowie kleine Wasserlacken wiederum liefern den Kerbtieren wichtige Mineralien.
Naturnah pflegen – ohne Gift: „Vermeiden Sie Pestizide und chemische Mittel“, ruft die Umweltberatung zu einer ökologischen Gartenpflege auf. Der Verzicht auf Gifte kommt auch anderen nützlichen Insekten zugute.
Schonend mähen, vorsichtig gießen: „Mähen Sie Ihre Wiesen höchstens zwei Mal und möglichst nur in Teilabschnitten zu unterschiedlichen Zeitpunkten“, empfiehlt die Umweltberatung. Wilde Ecken fördern die Artenvielfalt im Garten. Bodennahes Gießen mit dem Schlauch bzw. Tröpfchenbewässerung verhindern, dass Nektar aus den Blüten gewaschen wird.
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