"Partenope": Das neue Fischlokal im 6. Bezirk
Gelingt hier die Nachfolge? Herbert Hacker über das neue, italienische Fischlokal "Partenope".
Welches Lokal war an diesem Standort davor?
An dieser Adresse nahe dem Raimund Theater befand sich bis zum 3. Jänner dieses Jahres eines der besten italienischen Lokale der Stadt. Im "Cucina Cipriano" sorgten Andrea Cipriano und Carmela Bisogno für Fischgerichte, die außerhalb Italiens Seltenheitswert haben. Jetzt heißt das Lokal "Partenope" mit neuem Inhaber und neuem Koch.
Beschreibung
€€
italienische Küche
89 von 100
Wer ist der neue Chef und wer kocht?
Inhaber ist jetzt der aus Neapel stammende Gaetano Branchato, er arbeitete unter anderem einige Zeit im Wiener Nobel-Italiener "Fabios". Am Herd steht Mario Farina aus den Abruzzen. Auch er hat in einigen italienischen Lokalen in Wien gearbeitet und lebte zuletzt in der Toskana.
Wie ist jetzt die Küche?
Dasselbe Konzept, aber andere Gerichte. Zu Beginn rohe Scampi und rohe, rote Garnelen, Muscheln und Austern. Die neue Handschrift lässt sich beim in Öl gegarten Kabeljau mit Puntarelle und Bottarga erkennen. Deftig-köstlich die "Scialatielli" (Nudelformat aus Amalfi) mit Kartoffel, Meeresfrüchten und "Friarielli" (verwandt mit Brokkoli). Fische wie Branzino und Knurrhahn werden im Ofen in einer Kruste aus Tonerde und Kaffirblättern oder einfach mit Tomaten, Oliven und Kapern gegart. Steinbutt gibt es gebraten oder im "verrückten Wasser" (Acqua Pazza) in Tomaten und Weißwein pochiert. Das Dessert: Biscotti mit Birne und Safran. Geht doch wunderbar.
Wie sind die Weine?
Gute Auswahl an italienischen Weinen, darunter auch einige wenig bekannte Naturweine. Fazit: eine vielversprechende Nachfolge eines guten Fischlokals.
Bewertung
44 von 50
13 von 15
9 von 10
23 von 25