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Restaurantkritik

So schmeckt's im neu eröffneten "Donauhof" im 2. Bezirk

€€€ Wien europäische Küche österreichische Küche

Ist das alles? Herbert Hacker über den den kürzlich eröffneten "Donauhof".

Was ist an dieser Lokaleröffnung so erstaunlich?

Der "Donauhof" eröffnete am 30. April und war schon nach wenigen Tagen ausgebucht. Kaum ein Platz zu bekommen, es scheint, als hätte die halbe Stadt auf diese Eröffnung gewartet. Nach einer einigermaßen langen Vorbereitungszeit ist aus dem ehemaligen Grand Hotel (Gründungsjahr 1902) ein Lokal geworden, das sich momentan einer verblüffenden Beliebtheit erfreut. 

Beschreibung

Preiskategorie

€€€

Küche

österreichische Küche, europäische Küche

Bewertung

86 von 100

Was bewirkt den Charme des Lokals?

Von der glorreichen Zeit als Grand Hotel ist schon von außen kaum mehr etwas zu erkennen und auch innen ist es eher die lässige Anmutung des zeitlichen Verfalls, die hier dominiert. Und das wurde einigermaßen geschickt in Szene gesetzt.

Wie ist die Küche?

Eine überschaubare Auswahl an Gerichten. Die Käsekrainer als Starter sind nicht viel mehr als Käsekrainer. Gut, aber es gibt bessere. Das Beef Tatar mit Senfmayonnaise und frittierten Kapern ist jetzt nicht der Gipfel der Originalität aber ok, besser gelingt die "geschäumte Fischsuppe" (wozu geschäumt?) mit Forellenstücken. Bei den Hauptgerichten gerät das geschmorte Schulterscherzel mit Kartoffelpüree weitgehend ohne Makel, wohingegen das Rindsrahmherz mit Briocheknödel Rätsel aufgibt. Die Küche hat sich offenbar entschieden, das Rinderherz unglücklicherweise zu schreddern, viele winzige Teile in einer groben Flüssigkeit ergeben schon fast eine suppenähnliche Konstruktion. Ganz passabel dafür die Crêpe Suzette als eines von zwei Desserts. Insgesamt aber durchaus Luft nach oben.  

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Eine Auswahl an Gerichten im "Donauhof"

©Florence Metzler

Was für Weine gibt es?

Eine kleine aber erfreulich unkonventionelle Auswahl. Vieles aus der No-Mainstream-Welt, darunter etwa ein gelber Muskateller von Michael Fröschl mit dem schönen Namen "The Orange Side oft the Moon". Passt zum Lokal.  

Bewertung

Essen

41 von 50

Trinken

13 von 15

Service

8 von 10

Ambiente

24 von 25

Kontakt

Adresse

Engerthstraße 141, 1020 Wien

Öffnungszeiten

Mo, Do–Sa 17–24, So 12–20

Über Herbert Hacker

Herbert Hacker ist österreichischer Journalist, Gourmetkritiker und Buchautor. Er schrieb unter anderem für "News", "Format" und "Die Zeit" und war von 2013 bis 2017 Chefredakteur des "Falstaff-Magazins" sowie des "Falstaff Restaurantguides".