Mediterrane Küche im 8. Bezirk: So schmeckt's im Restaurant "Arici"
Was wurde aus dem "kleinen Paradies"? Herbert Hacker über das "Arici".
Welche Vorgeschichte hat das Lokal?
In dem Gründerzeithaus war lange Zeit ein Schreibmaschinengeschäft untergebracht. 2019 ließ Michaela Klein (Vinothek "Unger & Klein") die vorhandene Ausstattung behutsam renovieren und machte daraus das wunderschöne Lokal "Das kleine Paradies". Ein architektonisches Juwel mit Marmorfassade, Säulen und auslagenartigen Fensternischen. Später kamen neue Betreiber, der Erfolg blieb jedoch aus, jetzt wurde es unter dem Namen neu eröffnet.
Beschreibung
€€
mediterrane Küche
91 von 100
Wer sind die neuen Betreiber?
Die aus Kärnten stammende Mila Arici lebte einige Zeit in Paris und arbeitete dort in der Modeindustrie. Zurück in Österreich landete sie mehr zufällig in der Küche eines Restaurants und lernte dort zu kochen. Zusammen mit dem Profi-Gastronomen Simon Steiner, der langjährige Erfahrung mitbringt, führt sie jetzt das "Arici".
Wie ist die Küche?
Mediterran, mit italienischer Schlagseite. Küchenchefin Mila Arici gelingt die heikle Gratwanderung zwischen italienischer Klassik und eigener Stilistik. Die frittierten Kutteln "Trippa Fritta" geraten fast wie in Mailand und sind ein mutiges Statement. Sie kombiniert Stracciatella mit dem Geschmack von Himbeeren (gefriergetrocknet) und setzt bei "Carbonara" nicht auf Spaghetti, sondern auf rustikale Paccheri. Beides gelingt hervorragend. Vergleichsweise zahm die gegrillten Meeresbewohner wie Oktopus und Garnelen am Spieß. Herausragend hingegen das Tiramisu.
Wie ist die Atmosphäre im Lokal?
Schon allein das Ambiente ist konkurrenzlos. Die etwas laute Musik passt hier ganz gut, was nicht immer der Fall ist. Und dass man in so einem durch und durch ungezwungenen Lokal auch noch gut essen kann, kommt auch eher selten vor.
Bewertung
45 von 50
13 von 15
8 von 10
25 von 25