Reisetrends 2026: Das sind die Top-Destinationen im kommenden Jahr
Reisetrends 2026. Keine Sorge: Strandurlaub und andere Klassiker wird es auch weiterhin geben. Aber das Reisen wird immer vielfältiger – bei Formaten und bei Destinationen.
Es ist interessant: Die Lockdowns und die Wirtschaftskrise haben der Reisefreude nicht nur nicht geschadet – sie haben das Reisen sogar vielfältiger gemacht. Haben sich früher noch 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für klassische Urlaube und Destinationen entscheiden, gibt es heute eine bunte Vielfalt.
Das hat natürlich vor allem mit der Individualisierung der Menschen zu tun – die von der Reisebranche aufgegriffen und in immer mehr spezielle Angebote gemünzt wird. Im Herbst hat Tourismusriese TUI seine neue Plattform „TUI Tours“ herausgebracht, die Idee: Man klickt sich selbst aus Flug, Hotels und Programm die Wunschreise zusammen. Reiseveranstalter Ruefa setzt auf sein „Tailor Made“, erklärt Geschäftsführer Michele Fanton: „Das Reisejahr 2026 steht für individuelle Urlaubserlebnisse von Charterflügen ab Wien an die deutsche Ostsee, über Europa-Highlights wie Portugal, Westpeloponnes oder nachhaltige Bahnreisen mit dem Panoramazug in die Schweiz bis zu Fernreisen nach Afrika und Asien.“ Ebenso betont man bei Raiffeisen Reisen (bestfortravel.com), wie sehr Individualreisen boomt: „Reisende wünschen sich maximale Flexibilität, authentische Erlebnisse abseits der Massen, maßgeschneiderte Routen mit persönlicher Beratung. Trenddestination 2026 ist Japan, das mit Kultur, Kulinarik und hervorragender Infrastruktur sehr leicht zu bereisen ist.“ Das sieht auch Heinrich Kanne-Hunfeld von THV Reisen so: „Wir sehen eine stark wachsende Nachfrage nach individuell geplanten Fernreisen nach Japan und ausgewählten Destinationen in Asien, wo Kultur, Qualität und besondere Erlebnisse im Vordergrund stehen.“
Kreuzfahrt und Luxus
Besonders auffallend ist auch der Kreuzfahrtsboom – an beiden Enden der Skala: Einsteiger-Cruises wie im westlichen Mittelmeer sind genau so gefragt wie Flusskreuzfahrten oder ferne Winkel von Grönland bis Antarktis. Raiffeisen Reisen erklärt den Trend: „Weil Kreuzfahrten komfortables Reisen ohne ständiges Kofferpacken, maximale Vielfalt und bestes Preis-Leistungs-Verhältnis verbinden.“ Denn aktuell sind Kreuzfahrten oft billiger als der Griechenland-Urlaub.
Dem die Menschen aber treu bleiben, wie man von TUI hört: „Griechenland liegt 2026 auf Platz 1, gefolgt von Türkei und Spanien. Ägypten liegt auf Platz 4 und hat sich auch im Sommer als beliebtes Urlaubsland etabliert.“ Neu biete man unter anderem Direktflüge nach Bodrum, dem „St. Tropez der Türkei“. Denn Luxus boomt ebenfalls, seitens Ruefa nennt man etwa „Luxusmomente wie Marrakesch mit Wüstencamp“.
So oder so: Es gibt 2026 viel zu sehen. Einen Überblick bieten wir am 14. Jänner im KURIER Reise Spezial – und auf der Ferienmesse ab 15. Jänner (ferien-messe.at).
Top 3 Reiseziele für 2026
Das Baltikum
Norden + Osten = Baltikum. So einfach ist die Rechnung nicht, dennoch liegt viel Wahrheit darin. Die Hauptstädte Tallin (Estland) und Riga (Lettland) sind architektonisch wunderschöne Hansestädte, Vilnius (Litauen) punktet nach wechselvoller Geschichte mit dem Mix aus Barock, Jugendstil und Plattenbau. Aber eigentlich muss man über einen Citytrip-Direktflug nach Riga und Co. hinausdenken, denn die wahre Schönheit liegt in der Weite der Landschaft. Die baltische Vielfalt erblickt man daher besser per Roadtrip oder Wanderreise. Ein Highlight: Die unberührten Wälder und Moore im Nationalpark Laheema im Norden Estlands. Und wem es im Sommer am Mittelmeer zu heiß ist: Auch das Sandstrandfeeling kommt nicht zu kurz. Rund die Hälfte der 98 Kilometer langen Landzunge Kurische Nehrung gehört zu Litauens Ostseeküste.
Die unberührten Wälder und Moore im Nationalpark Laheema im Norden Estlands
©Getty Images/Eloi_Omella/istockphotoKaribik
Geschichte + Warmwasser = Karibik. Jeder hat ein ziemlich klares Bild von diesem Teil der Welt – aber nicht alle haben das richtige. Denn Badestrände (über die Piraten stapfen) und coole bis überlaufene Inseln von Kuba bis Jamaika sind nicht alles. Ja, Badeurlaub ist für viele der Hauptgrund, die Karibik zu besuchen, und zugegeben: Es gibt ja auch kleinere Inseljuwele. Aber richtig spannend ist die Karibik an der Festlandküste. Dort gibt es zwar auch Touristen-Hotspots (Cancún), aber auch Hunderte Strand-Kilometer Backpacker-Traum (Costa Rica, Panama), viel Lokalkolorit (Belize) und alte Geschichte(n) – wie auf dem Bild: Die Maya-Stätte bei Tulum auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán hätte den Traumstrand auch daneben. Und wer sich ein wenig ins Hinterland wagt, ist auch weg von den Massen.
Die Maya-Stätte bei Tulum auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán inklusive Traumstrand.
©Getty Images/swissmediavision/istockphotoIndischer Ozean
Traumstrand + Abenteuer = Indischer Ozean. Wer Inseln im Indischen Ozean sagt, meint meist eine ziemlich weite, unbestimmte Fläche zwischen Malediven und Mauritius mit viel Staubzuckerstrand und noch mehr Meer. Doch abseits davon tun sich im wärmsten Ozean der Welt neue Trenddestinationen hervor. Gemein ist ihnen, dass der Strandurlaub nicht mehr das einzige Argument für eine Reise ist. Auf der französischen Überseeinsel La Réunion ist es die Vulkan- und Regenwald-Kombination mit den beeindruckenden Talkesseln (Cirque) und alten Holzvillen. Auf Sri Lanka, über 4.000 Kilometer entfernt, aber immer noch Indischer Ozean, ist es die Mischung aus mystischen Nebelwäldern, aus alten Tempeln, goldenen Buddhas und Elefanten. Die übrigens oft in freier Wildbahn zu sehen sind.
Spielende Elefanten in Sri Lanka.
©Getty Images/iStockphoto/Kyslynskyy/istockphoto.com
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