Städtetrip Regensburg: Warum sich ein Besuch jetzt im März lohnt
Tipps für den Städtetrip in die erste bayrische Hauptstadt - nur etwa drei Stunden von Wien. Im März lohnt sich ein Besuch zum Lichtkunstfestival.
Die Spatzen zwitschern unter der berühmten Steinernen Brücke, Baujahr 1146. Das mittelalterliche Monument, ein Hotspot für Selfiejäger, überspannt mit dem Ausschau haltenden „Bruckmandl“ die Donau auf rund dreihundert Metern mit Rundsteinbögen, einst einzige Flussquerung zwischen Wien und Ulm.
Schon Johann Wolfgang von Goethe schwärmte von Regensburg, das durch seine idyllische Lage direkt am Wasser, die Promenaden, Patriziertürme und ein Flair von Romantik gern als „nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet wird. Und in nur rund drei Stunden mit der Bahn von Wien aus zu erreichen ist.
In einer spannenden Mischung aus alt und neu, historisch und modern, sind in der jungen Lebestadt mit bezaubernd verwinkelter, kompakter und fußgängerfreundlicher City (die übrigens von 12. bis 22. März im Rahmen eines Lichtkunstfestivals illuminiert wird, siehe Top 3 unten) an gefühlt jeder Ecke fast zweitausend Jahre Geschichte spürbar. Die erste bayerische Hauptstadt hatte viel Glück, weil verschont von den Weltkriegsbomben. Die Altstadt mit dem gotischen Dom St. Peter und den in ihrer Vollständigkeit einmaligen in allen Farben des Lichts strahlenden historischen Originalfenstern ist seit 2006 UNESCO-Weltkulturerbe.
Ein kulinarischer Imbiss-Renner sind bereits seit Jahrhunderten die über offener Holzkohle frisch gegrillten Bratwürste in der historischen „Wurstkuchl“ an der Thundorfer Straße 3 mit Blick auf die Donau, nur ein Steinwurf entfernt vom weltweit einzigen Dackelmuseum.
Top 3
Highlight
Schloss St. Emmeram, einst ein Benediktinerkloster, heute die prachtvolle Residenz der fürstlichen Familie Thurn und Taxis.
Gastro-Tipps
Das „Orphee“ zum Essen, das „Prinzess“ zum Kaffeetrinken und Würstl mit Kraut in der „Wurstkuchl“.
RE.LIGHT
Das internationale Lichtkunstfestival (12. bis 22. März) verwandelt Fassaden, Straßen und Plätze der Altstadt in leuchtende Kunstwerke. relight-regensburg.de
Bayerische Heldengalerie
Ein Muss auf der To-do-Liste ist schließlich ein Ausflug mit dem Schiff zu einem Kuriosum: der monumentalen marmornen Ruhmeshalle Walhalla, „wo die Toten geehrt werden, damit die Lebenden sich bewundern können“.
Denn mit dem 1842 eröffneten Nationaldenkmal wollte der Bayernkönig Ludwig I. bedeutende Persönlichkeiten „deutscher Zunge“ – Politiker, Künstler und Wissenschafter – würdigen. Hundertdreißig Marmorbüsten und fünfundsechzig Gedenktafeln zieren den in elf Jahren Bauzeit errichteten klassizistischen Ehrentempel, für den das Parthenon auf der Athener Akropolis Pate stand. Und Heinrich Heine spottete über die nationale Selbststilisierung: „In der Walhalla stehen die Deutschen geschniegelt und geschniegelt nebeneinander – geschniegelt von der Geschichte.“
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