Italien oder Spanien: Wer gewinnt das Rennen um den ultimativen Urlaub?
Italien und Spanien. Die einen schwören auf das eine, die anderen lieben das andere: Beide Mittelmeer-Giganten zählen zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen der Österreicher. Aber warum? Ein subjektives Duell in fünf Teilen.
Badeurlaub: Breite Sandstrände versus dramatische Küsten
Kindheitserinnerungen und Vorlieben (Sandstrand oder Kies, dafür mit klarem Wasser?) prägen unsere Idee vom perfekten Strand. Hier Bella Italia: Obere Adria, Ligurien, Latium, Kampanien, Apulien, Kalabrien – der Stiefel ist lang und hat viel Küste... dazu kommen noch die Inseln: Sardinien, Sizilien ... wo soll man bitte Badeurlaub machen, wenn nicht in Italien?! Andererseits: Viva España! Mit unglaublicher Vielfalt – von der grünen Atlantikküste (Costa Verde) bis zu sonnengesegneten Mittelmeerküsten mit breiten Sandstränden. Auch der Vergleich der Küstenlänge deutet auf ein Unentschieden: Die spanische Küste misst, inklusive Inseln, rund 8.000 Kilometer, bei Italien reichen die Messungen von 7.500 bis 9.000. Stand 1:1
Musik und Sport: Italo-Pop und Catenaccio sind uns näher
Italo-Musik erlebt gerade ein großes Revival – vor allem unter Jüngeren macht sich enthusiastische Begeisterung für das Azurro-Amore-Italienbild breit. Oder wie es Peter Fox in einem 2023 erschienenen Song formuliert: Ich bin und bleib Toskana-Fanboy for Life. Wem das zu disko oder funky ist, der liebt vielleicht Verdi oder Pucchini. Nirgends wird so schön geliebt und gestorben, zu keiner Musik möchte man sich lieber seine Spagetthi auf die Gabel zwirbeln. Kurz gesagt: Italien bekommt beim Song Contest von uns stets mehr Punkte als Spanien. Ähnlich steht es um die Kulturdisziplin Fußball. Natürlich war La Furia Roja zuletzt erfolgreicher, ist regierender Europameister. Aber Italien war vier Mal Weltmeister. Ohne Catenaccio erdribbelt sich Italien diesen Punkt. Stand 2:1
Geschichte und Kultur: So schön, wie man es aus Büchern kennt
Kolosseum und Forum Romanum, der Vatikan .... Italien ist ein historisches Disneyland, von „den Römern“ haben selbst Kinder schon ein Bild im Kopf. Die Renaissance hat man in Florenz erfunden. Noch Fragen? Doch. Hier brechen wir eine Lanze für die Iberer. Wegen des faszinierenden Mix an historischen Stilen. Natürlich kommt kein Land, das etwas auf sich hält, ohne romanische Burgen und gotische Kirchen aus (Kathedrale in Santiago de Compostela!). Dazu maurische Architektur mit Bögen, Mustern und Keramik, siehe Alhambra in Granada. Die Sagrada Família hier, der Königliche Palast von Madrid dort, Kathedrale von Sevilla, Altstadt von Córdoba ... dazu kommt viel moderne Architektur von Metropol Parasol bis Bilbaos Guggenheim ... Und der Heilige Gral liegt ja auch noch in der Kathedrale von Valencia. Ausgleich! Stand 2:2
Kolosseum oder Park Güell (Bild), Italo-Pop oder spanische Lebenslust: Was ist schöner?
©Getty Images/iStockphoto/Ihor_Tailwind/istockphotoLand und Leute: Gastfreundschaft und Bergszenen
Die Seele eines Landes erkennt man am Humor – und auch wenn man hier wie dort intensiv lachen kann, sind die Italiener seit Bud Spencer im Vorteil. Andererseits ist die Gastfreundschaft beider Nationen legendär. Weshalb wir neben den Leuten auf das Land schauen müssen – malerische Regionen bieten beide, aber: Italien bietet mit Alpenanteil, Toskana und dem Süden mehr Abwechslung. Stand 3:2
Essen und Trinken: Finale der zwei Großmächte
Über dreißig Pastasorten versus eine Paella-Version in jedem Dorf: Das ist ein knappes Rennen. Spanien legt neben dem Reis-Klassiker mit Potajes und Pucheros der diversen Regionen vor – und gleich die Kaltsuppe Gazpacho und die berühmten Tapas nach. Aber Italien ist natürlich auch mehr als Nudel (und Pizza): Von den Schmorgerichten des bergigen Nordens über herbstliche Köstlichkeiten der Wälder und Berge bis zur Küche der Küsten: Kein Land hat mehr Vielfalt auf dem Tisch als Italien. Persönlicher Tipp: Involtini di pesce spada! Knapp, aber: Endstand 4:2
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