Hormongift in Pesto Rosso: Beliebte Marken fallen im Test auf
Die AK OÖ hat 13 Produkte untersucht. In 5 Pestos wurden Spuren des Hormongifts BPA entdeckt, in 4 Produkten konnten Schimmelpilzgifte nachgewiesen werden.
Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat 13 Pesto-Rosso-Produkte getestet. Die gute Nachricht vorab: Alle Bio-Produkte waren frei von Pestiziden, vier enthielten keinerlei gesundheitsschädliche Rückstände.
In konventionellen Pestos wurden jedoch Spuren von hormonell wirksamem Bisphenol A (BPA), potenziell krebserregenden Schimmelpilzgiften und Pestiziden nachgewiesen; eine direkte Gesundheitsgefährdung bestehe aber auch hier nicht, berichtete die AK OÖ.
Schimmelpilzgifte bei mehreren Pesto-Rosso-Produkten
Vielmehr seien den Testern "deutliche Qualitätsunterschiede" der Produkte, die in den Lebensmittelketten in den Regalen stehen, aufgefallen. So wurden in vier Pestos "relevante Mengen an Alternariatoxinen" festgestellt. Diese entstehen durch Schimmelpilze der Alternaria-Gattung, die häufig Tomaten befallen.
Das betrifft folgende Produkte:
- Spar Natur Pur Bio Pesto Rosso
- Bertagni Bio Pesto Rosso
- Clever Pesto Rosso
- Barilla Pesto Rosso.
Zwei davon sind Bio-Produkte (Bertagni Bio Pesto Rosso vom Billa, Spar Natur Pur Bio Pesto Rosso).
Hormongift-Spuren in 5 Pesto-Rosso-Produkte
In fünf konventionellen Produkten wurden BPA-Spuren gefunden. BPA wirke hormonell und könne die Fruchtbarkeit sowie das Immunsystem beeinträchtigen, so die Konsumentenschützer. "Beim höchsten Wert könnte schon der wöchentliche Konsum von 3 Teelöffeln das sichere Maß einer 60-kg-Person überschreiten", heißt es seitens AK OÖ.
Dazu zählen folgende Produkte:
- Barilla Pesto Rosso
- Felix Pesto Rosso
- Clever Pesto Rosso
- Italiamo Pesto Rosso
- S-Budget Pesto Rosso.
In allen konventionellen Pesto wurden außerdem, mit Ausnahme von einem Produkt (Barilla Pesto Rosso), Pestizid-Rückstände gefunden. Pestizide seien in der gefundenen geringen Konzentration zwar nicht akut giftig, doch über die Wechselwirkungen der Rückstände von mehr als einem Pestizid sei bisher nur wenig bekannt.
"Besonders bedenkliche" Pesto-Rosso-Produkte
Zusätzlich wurden in je einem Pesto Spuren von dem laut AK OÖ "besonders bedenklichen" Fungizid Dimethomorph sowie des Insektizids Chlorantraniliprol, das für Wasserorganismen toxisch sei, gefunden. Das betrifft die Produkte: Clever Pesto Rosso und Felix Pesto Rosso.
Der Test ist auf der AK OÖ-Homepage unter ooe.arbeiterkammer.at abrufbar.
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