5 Schritte zur prächtigen Orchidee: Floristin verrät den Wurzel-Trick
Ist die Orchidee wirklich die Diva unter den Topfpflanzen? Nicht, wenn man weiß, was man tut. Eine Floristin verrät 5 Tipps und Tricks.
„Die meisten denken bei Orchideen nur an die Phalaenopsis, die Schmetterlingsorchidee“, weiß Floristin Andrea Mühlwisch von Flower Company. Sie verkauft in Wien-Wieden zwar auch Naturorchideen, die finden aber nur bei Liebhabern Anklang.
Meistverkaufte Blütenpflanze Mitteleuropas: die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis).
©Getty Images/Santje09/istockphoto.com1. Worauf man schon beim Kauf achten muss
Schmetterlingsorchideen hingegen blühen bei guter Pflege öfter und länger als Naturarten. Immer vorausgesetzt, man weiß mit ihnen umzugehen und kauft Qualitätsware.
Mühlwisch rät, beim Kauf zu schauen, wie viele Wurzeln die Pflanze hat. „Bei guter Qualität ist der Topf voll mit Wurzeln. Sind nur zwei, drei Wurzerln drin, haben sie von Anfang an eine geringe Überlebenschance.“
2. Der richtige Standort
Die Pflanzen brauchen einen sehr hellen Standort, ohne direkte Sonne. „Sie gehören aufs Fensterbrett, denn selbst wenn der Couchtisch nur zwei Meter vom Fenster wegsteht, reicht das nicht.“
Scheint die Sonne jedoch mehr als eine Stunde lang direkt durchs Fenster, sollte man die Orchideen mit einem Vorhang oder einer gekippten Jalousie schützen.
Internationale Orchideenschau Hirschstetten
Vom 25.2–1.3.2026 werden in den Blumengärten Hirschstetten auf rund 2.000 Quadratmetern werden 5.000 Orchideenarten internationaler Händler gezeigt und verkauft. Zu sehen sind heimische Nachzüchtungen und internationale Raritäten.
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 9 bis 18 Uhr. Eintritt: 8 Euro, Senioren 7 Euro, für Kinder bis 14 Eintritt frei.
3. Richtig wässern
Dass Phalaenopsis einmal in der Woche gegossen gehören, wie oft empfohlen, sei falsch. Der Unterschied beim Wasserbedarf ist je nach Jahreszeit enorm.
Der Wurzel-Trick
Mühlwisch hat jedoch einen einfachen Trick: Die Orchidee wird meist in durchsichtigen Töpfen verkauft. Man hebt sie aus dem Übertopf und schaut die Wurzeln an. „Sind sie grün? Dann sind sie feucht. Sind sie ganz hell und gräulich-weiß? Dann ist die Pflanze trocken und der Zeitpunkt zum Wässern da.“
4. Die Gieß-Frequenz macht's
Besser als Gießen ist jedoch Tauchen: „Man stellt sie 10 bis 15 Minuten ins Wasser oder füllt den Übertopf komplett an, dann leert man das Wasser weg.“ Bleiben Wurzeln nach dem Wässern braun, sind sie tot.
5. Düngen
Will man viele Blüten, sollte man nicht vergessen zu düngen. Ohne zusätzliche Nährstoffe blüht eine Orchidee zwar trotzdem, aber nicht so oft und nicht mit so vielen Blüten. Mühlwisch empfiehlt entweder Flüssig-Orchideendünger oder einen Spray, der über die Blätter aufgenommen wird. "Habe ich wenige Pflanzen, ist der Spray, den ich gezielt verwende, wahrscheinlich besser. Habe ich viele Pflanzen, kommt er zu teuer und der flüssige Dünger ist besser."
Kommentare