Schauspielerin Lilian Klebow

Lilian Klebow: Die Lieblingsbücher der Buchclub-Gründerin

Mit ihrem Buchclub tritt sie erfolgreich vor Publikum auf. Ein Einblick in die private Bibliothek des „SOKO Donau“-Stars.

"Ich bin ein Büchernarr“, erklärt Lilian Klebow und lacht. Und hatte eine zündende Idee. Mit ihrer Freundin, der Kulturmoderatorin Teresa Vogl, gründete sie einen Buchclub. Beim MQ Female Empowerment Bookclub (MQ FEB) besprechen sie in unterhaltsamen Doppelkonferenzen stets vier Neuerscheinungen und Lieblingsbücher zu einem übergeordneten Thema. „Unser Kampfruf ist: Hurra, wir lesen noch!“, so Klebow. Das kommt an beim Publikum. Die nächste Veranstaltung steigt zum Weltfrauentag am 7.3. im Museumsquartier. Kommen darf jeder – „Männer und Frauen zusammenzubringen, das ist für uns Feminismus. Wir wünschen uns einfach eine große Community, die gerne liest und sich austauscht.“

Am liebsten liest Lilian Klebow übrigens entweder in der Früh oder zum Einschlafen. Am liebsten Sachbücher, wie „Entromantisiert euch! Ein Weckruf zur Abschaffung der Liebe“, von Beatrice Frasl. Der romantischen Zweierbeziehung und ihrer Verherrlichung in der Gesellschaft stellt die Autorin darin kein gutes Zeugnis aus. „Eine Mischung aus Liebeserklärung an die Liebe und Kampfschrift“, so Klebow.

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Füße hoch, Buch auf: Lilian Klebow liebt Lesen – und gründete einen Buchclub 

©kurier/Martina Berger

Starke Frauen

Romane liest die Schauspielerin weniger. Aber wenn, dann einen wie diesen: Stefan Cordes„Billie“ heißt so wie Klebows Rufname (von Sibylla, ihrem ersten Vornamen). „Einer der spannendsten Romane , die ich je gelesen habe – er hat mich tief bewegt und bis ins Mark erschüttert.“ Er handelt vom kurzen Leben der rebellischen Barockdichterin Sibylla Schwarz. Ein rührendes, aber auch brutales Buch vor dem Hintergrund von Hexenverfolgung und dem Dreißigjährigen Krieg.

Schauspielerin Lilian Klebow

Liest am liebsten Sachbücher: "Soko Donau"-Star Klebow

©kurier/Martina Berger

Ebenfalls von einer starken Frau handelt Christian Schröders „Für mich soll’s rote Rosen regnen: Hildegard Knef“. Klebow bewundert sie innig, mit ihrem Programm „Illusionen“ erinnert sie an die „Künstlerin mit den vielen Talenten, eine unangepasste Frau und der erste deutsche Star der Nachkriegszeit“, schwärmt Lilian Klebow – „ihre Biografie hat mich inspiriert.“

Die Bücher im Überblick:

  • Beatrice Frasl: „Entromantisiert euch! ein Weckruf“ – Buch gegen die Glorifizierung der romantischen Liebe
  • Stefan Cordes: „Billie“ – historischer Roman über die eigensinnige Barockdichterin
  • Christian Schröder: „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ – Biografie des Weltstars mit allem Auf und Ab
Alexander Kern

Über Alexander Kern

Geboren in Wien, war Chefredakteur verschiedener Magazine und stand im Gründungsteam des Seitenblicke Magazins des Red Bull Media House. 12 Jahre Chefreporter bzw. Ressortleiter Entertainment. Schrieb für 110%, das Sport- und Lifestyle-Magazin von Die Presse. Seit 2020 Redakteur der KURIER Freizeit mit Reportagen, Kolumnen, Texten zu Kultur, Gesellschaft, Stil, Reise und mehr. Hunderte Interviews, von Beyoncé und Quentin Tarantino über Woody Allen und Hugh Grant bis Jennifer Lopez und Leonardo DiCaprio sowie in der deutschsprachigen Kulturszene. Reportagen vom Filmfestival Cannes bis zur Fashionweek Berlin. Liebt Kino, Literatur und Haselnusseis.

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