So spannend ist die Bibliothek von Krimi-Autor Herbert Dutzler
Im Februar erscheint der neue Altaussee-Krimi des Bestseller-Autors. Sein privates Bücherregal ist mindestens ebenso spannend.
Altaussee kommt nicht zur Ruhe. Dafür sorgt auch Herbert Dutzler. Mit seiner Krimiserie um den Ironie- wie Grant-begabten Polizisten Gasperlmaier ist ihm eine Bestsellerreihe gelungen, die auch sechs Mal fürs Fernsehen verfilmt wurde. Jetzt erscheint sein 13. Fall. In „Letzter Landler“ (ab 19.2.) kommt eine Musikerin aus dem Wiener Staatsopernballett beim Gastspiel in Bad Aussee zu Tode. Aus dem Tanz wird ein Thriller, und in dem geht es um Affären und Drogen. Gleichzeitig versucht Gasperlmaier sein Familienleben auf die Reihe zu kriegen, sprich die kanadischen Eltern seiner Schwiegertochter. Und das in English, please!
Während Gasperlmaier in Altaussee verortet bleibt, reicht Dutzlers Blick weiter hinaus. „Sieben Jahre in Tibet“ ist das erste Buch, das er aus seiner Bibliothek zieht. Das Buch des österreichischen Abenteurers Heinrich Harrer schildert seine Zeit am tibetanischen Königshof und als enger Vertrauter des Dalai Lama.
Die Ausgabe seines Vater hat Dutzler im Volksschulalter gelesen, seitdem faszinieren ihn Werke über fremde Länder und Expeditionen. „Das Buch hat mir den Zugang zu Welten geöffnet, von denen ich vorher nicht einmal zu träumen gewagt habe“, so Dutzler. „Ein Erweckungserlebnis.“
Satire und Spannung
Auf „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus kam er durch seinen Philosophielehrer am Gymnasium. „Ich habe durch das Buch viel über Vortragskunst gelernt und wie Humor selbst in grauenhaftesten Kontexten positive Wirkung entfalten kann.“ Später hat der Ex-Deutschlehrer Dutzler seinen eigenen Schülern aus dem furiosen Drama über die Grauen des Ersten Weltkriegs mit den Mitteln der Satire vorgelesen.
Hochspannung am Schirm: Krimi-Autor Dutzler beim Schreiben
©PrivatAuf Kriminalliteratur will der Autor in seinem Buchregal dennoch nicht verzichten – vor allem jene aus Großbritannien. Dutzler ist Fan von Ian Rankin („ein Vorbild“) und seinem Ermittler Rebus: „Ein interessanter Charakter.“ Fast wie aus Altaussee.
Die Bücher im Überblick:
- Heinrich Harrer: „Sieben Jahre in Tibet – Mein Leben am Hof des Dalai Lama“ – verfilmter Weltbestseller des Alpinisten
- Karl Kraus: „Die letzten Tage der Menschheit“ – Tragödie vom ersten Weltkrieg
- Ian Rankin: „Dead Souls“ („Die Seelen der Toten“) – Hochspannung um Inspektor Rebus und einen Serienmörder
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