"Ossa": Das bietet das neue Lokal im 18. Bezirk
Braucht es einen Menüzwang? Herbert Hacker über das neue Restaurant "Ossa".
Wer kocht im neuen "Ossa"?
In dem Ecklokal gegenüber der Pfarrkirche in Gersthof kocht seit Kurzem der aus Peru stammende Küchenchef und Inhaber Miguel Giraldo (zuvor unter anderem "Mochi am Markt"). In Form eines sechsgängigen Menüs präsentiert er hier einen ganz persönlichen Küchenstil.
Küchenchef und Inhaber des "Osso": Miguel Giraldo
©Sofia KabelkaBeschreibung
€€€
internationale Küche
92 von 100
Wie ist die Küche?
Die betont ästhetisch konzipierten Kreationen sind aufwendig zubereitet, zum Teil mit sehr verwegenen Kombinationen und ungewöhnlichen Aromen. Manches davon gelingt ganz hervorragend, wie etwa ein Sous-vide-gegarter Chicorée mit Schwarzwurzelcreme. Nigiri kommt mit Entenbrust in einer selbstgemachten Teriyaki-Sauce und fermentiertem Wasabi. Danach in brauner Butter gebratene Jakobsmuscheln, obendrauf Parmesan-Chips mit Staub von Johannisbrot und Limettengelee. Als Hauptgang ein grüner Spinat-Raviolo, gefüllt mit Pilzen und Zwiebeln. Dazu ein feiner Lungenbraten vom Damwild. Das sind nur einige der wechselnden Kreationen.
Wie sind die Preise und die Getränke?
Das Menü kostet 145 Euro, dazu gibt es optional eine Weinbegleitung um 75 Euro. Die Weinauswahl ist insgesamt nicht sehr groß, beinhaltet aber unter anderem spannende Exoten wie etwa einen Muskateller aus Lanzarote. Auch gute Cocktails und einige alkoholfreie Getränke.
Gerichte im "Ossa"
©Sofia KabelkaGibt es auch Schwachstellen?
Schade ist, dass es nur ein Menü gibt und keine À-la-carte-Auswahl. Das bringt einen Zwang mit sich, der eigentlich nicht notwendig wäre. Die Küche ist zwar hoch anspruchsvoll, aber nicht jeder will sich durch sechs vorgegebene Gänge durcharbeiten. Eine etwas flexiblere Gangart wäre da schon fein.
Bewertung
47 von 50
13 von 15
8 von 10
24 von 25
Kontakt
Bischof Faber-Platz 8, 1180 Wien
Do–Sa, 18–23, Brunch: Sa, So 8.30–14.30