Tiercoach: So können Hund und Katze erholsam schlafen

Ein Hund und eine Katzen kuscheln unter einer Bettdecke.
Ob im Bett oder im Körbchen: Es gilt einiges zu beachten, damit Haustiere in Ruhe ruhen können.

Die Unterschiede sind nicht groß. Ob in Frankreich, Italien, Deutschland, der Schweiz oder Österreich: Etwa die Hälfte der Haustiere schläft im eigenen Körbchen. Knapp ein Drittel übernachtet auf dem Sofa, ein Viertel liegt im Bett. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag eines Online-Händlers mit 5.125 Personen durchgeführt wurde.

„Hunde und Katzen haben oft andere Vorstellungen von einem guten Schlafplatz als ihre Besitzer. Nicht alles sollte hingenommen werden“, sagt Zoodoc Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach erklärt, wo Halter den Rückzugsort am besten einrichten und was ein gesundes Nickerchen fördert.

„Hunde brauchen einen sicheren Ort, an dem sie ungestört zur Ruhe kommen können“, sagt Reitl. Vor allem Welpen und Senioren haben einen leichten Schlaf. 

Katzen suchen sich meist selbst einen ruhigen Rückzugsort

Jungtiere wollen überall dabei sein, Alte mit schlechten Ohren schrecken auf, weil sie Geräusche erst spät hören. Katzen dagegen finden sich in der Regel selbst mehrere Rückzugsorte fernab des Trubels.

„Vierbeiner nehmen beim Schlafen die unterschiedlichsten Positionen ein. Die einen liegen gern am Rücken, die anderen lassen den Kopf aus dem Körbchen hängen“, sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Manche rollen sich klein zusammen, andere strecken alle viere von sich.

Dem entsprechend groß muss die Decke bzw. das Körbchen sein. 

Kalte Fliesen setzen betagten Tieren zu. Nackter Boden fördert zudem Schwielen an den Ellbogen; je nach Behaarung neigen die Druckstellen zur Entzündung. Eine Matte beugt den gesundheitlichen Problemen vor.

Vierbeiner sollte beim Kauf des Körbchens probeliegen

„Bei der Anschaffung eines Körbchens ist es sinnvoll, den Liebling mit ins Geschäft zu nehmen“, rät Reitl von Käufen im Internet ab. Vor Ort kann der Vierbeiner probeliegen; der Halter kann das Material prüfen

Für Hunde, die sich nach dem Spaziergang nass ins Körbchen legen, sollte der Bezug wasserabweisend sein. Bei Rassen, die stark haaren, bietet sich ebenfalls ein abziehbarer, waschmaschinentauglicher Überzug an.

Katzen mögen Schlafplätze, von denen sie den Überblick haben, oder Verstecke z.B. unter dem Bett“, sagt der Zoodoc. Kratzbaumhöhlen sind ideal. Für den Heizkörper gibt es Hängebetten; dort sind die Schläfer der trockenen Luft nicht direkt ausgesetzt. 

Mehrere Katzen brauchen mehrere Rückzugsplätze; Rivalität lässt keine Entspannung zu.

Haustiere, die im Bett schlafen, müssen engmaschig entwurmt werden

„Wohnungskatze, Freigänger oder Hund: Haustiere, die im Bett schlafen, müssen engmaschig entwurmt werden“, betont Reitl. Die Eier der Parasiten können – nicht zuletzt über Schuhsohlen eingeschleppt – auf dem Leintuch landen. Vor allem Menschen mit Vorerkrankungen und Allergiker müssen auf Hygiene achten. 

Der KURIER-Tiercoach schließt: „Es ist eine höchst persönliche Entscheidung, ob man Vierbeiner ins Bett lässt oder nicht.“

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