Wohnen
17.03.2017

Wechselvolles Lichtspiel

Form vor Funktion: Mit „Boalum“ schufen Livio Castiglioni und Gianfranco Frattini eine Leuchte, deren ästhetische Stärke in ihrer Wandelbarkeit liegt. Artemide brachte sie 1969 auf den Markt.

Wie eine abgestreifte Schlangenhaut oder ein Staubsaugerschlauch mutet die weiße Kunststoffröhre an. Castiglioni und Frattini ließen sich bei der Konstruktion von der Absaugvorrichtung eines Schwimmbades inspirieren. Im Vergleich zur eleganten Kugelform der Tischleuchte „Eclisse“ (1965) oder der Geradlinigkeit von „Tizio“ (1972) sticht dieses Artemide-Modell durch seinen Installationscharakter sofort ins Auge. Zwanzig miteinander verbundene Torpedolampen werden durch eine spiralförmige, zwei Meter lange Metallstruktur verstärkt und mit Strom versorgt. Durch das spezielle Endstück lassen sich bis zu vier Leuchten zu einer Gesamtlänge von acht Metern zusammenstecken und in endlosen Variationen ausbreiten sowie auf-, aus- und ineinander einrollen. Erhältlich ist das Modell ab € 600,–. www.artemide.com