Wohnen
21.02.2018

Vintagerie: Möbel, Lampen, Deko

Einzigartige Stücke auf zwei Stockwerken im 6. Bezirk.

Die Vintagerie befindet sich im ständigen Wandel. Kaum sind die Möbel angekommen, verlassen sie das Geschäft meist schon wieder. "Es gibt für jeden Deckel einen Topf, trotzdem haben wir manche Stücke länger im Laden", erzählt Bechstein. "Meistens sind das aber Dinge, die wir nicht mit stolzgeschwellter Brust präsentieren", schließt Lindenberg. Ein gutes Beispiel sei der grün-weiße Lampenschirm aus Plastik. "Kunststoffmöbel sind schwer zu restaurieren, wenn sie einmal vergilbt sind", erklären die Vintage-Händler. Daher seien sie auch keine großen Fans von Plastik – von Holz und Glas dafür sehr. Das spiegelt sich auch in den derzeitigen Lieblingsstücken der beiden wieder: ein Luster von Kalmar und die Wiener Stadthallen-Stühle von Roland Rainer.

Die korbförmigen Luster aus Glas sind auf der ganzen Welt bekannt. "Ein jüdischer Emigrant hat die österreichischen Lampen in die USA importiert und mit großem Erfolg verkauft", erklärt Bechstein. Auch von den Decken des Wiener Rathaus hängen die Luster in etwas opulenterer Ausführung.

Weniger repräsentativ, dafür viel besucht, ist der Ort, an dem die schwarz-braunen Stühle mit den Löchern in der Rückenlehne von Roland Rainer zu finden waren. Der Architekt der Wiener Stadthalle stattete den Bau gleich mit seinen Wiener Stadthallen-Stühlen aus.

Nelkengasse 4, 1060 Wien; www.vintagerie.at