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Design-Klassiker
12/20/2015

"Ulmer Hocker": Stringentes Konzept

Mit dem "Ulmer Hocker" schuf Max Bill mehr als ein Sitzmöbel: Der schlichte Entwurf ist Beistelltisch, Fußstütze, Transportmittel und Podest zugleich.

Drei Bretter, rechtwinkelig verzahnt, und ein Besenstiel, der die Seitenteile in Bodennähe durchdringt und sowohl als Tragegriff als auch zur Stabilisierung dient: Dank der einfachen Konstruktion avancierte der "Ulmer Hocker" schnell zum Designliebling – vor allem, weil das reduzierte Möbel überraschend vielfältig einsetzbar ist. Nach Belieben kann es zum Sitzen, als Couchtisch, Fußbank, Tablett oder Podest verwendet werden. Zusammengestellt oder gestapelt ergibt es ein Rednerpult, ein Regal, eine Trittleiter oder eine Bank. Und umgedreht wird der Sitz zur Tragehilfe – etwa für Magazine, Werkzeuge oder Bücher.

Benannt ist der Klassiker nach der Ulmer Hochschule für Gestaltung, die der Schweizer Max Bill 1953 mitbegründet hatte. Aus Geldmangel entwarf er den Hocker zusammen mit Hans Gugelot und Paul Hildinger als Sitzgelegenheit für Studenten und zimmerte ihn aus gespendeten Hölzern aus der eigenen Werkstatt der Hochschule. Wenig später hielt der Schemel Einzug in die Wohnzimmer – wo er bis heute anzutreffen ist. Die simple Form macht den robusten Hocker zum zeitlosen Inventar. Hergestellt wird er aus den gleichen Materialien wie das Original in 1954: Aus naturbelassenem Fichtenholz und einem Querstab aus Buchenholz. Als Re-Edition ist er bei wb formaußerdem in Birke und in sechs Farben sowie aus edlem, lackierten Nussbaumholz erhältlich.

www.wbform.com

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