Sukkulenten speichern Wasser in ihren Pflanzenteilen, brauchen wenig Pflege und gedeihen an fast jedem Standort.

© Fang Zhou/Corbis

Exotische Helden
11/14/2014

Sukkulenten: Tipps zur richtigen Pflege

Sie zwängen sich in kleinste Gefäße und eignen sich für alle, die keinen grünen Daumen haben: Sukkulenten im Überblick.

Ihr Talent macht sie zu wahren Überlebenskünstlern: Sukkulenten stammen aus Gegenden, wo wenig Regen fällt. Um längere Trockenperioden zu überstehen haben sie daher Teile ihres Körpers zu Wasserspeichern umfunktioniert. Sie tanken ihre Stämme, Wurzeln und Blätter auf Vorrat mit Wasser auf und überleben so geringe Niederschlagsmengen und extreme Temperaturschwankungen. Sie gedeihen in Sand- und Steinwüsten, Steppen und Savannen, feuchten Küstengebieten, heimischen Gärten und in Wohnräumen.

Arten
Als Sukkulenten werden allgemein Gewächse mit wasserspeicherndem Gewebe bezeichnet. Sie werden auch Fettpflanzen genannt und gehören vielen unterschiedlichen Pflanzenfamilien an. Es gibt unzählige Variationen, was die Pflanzen auch zu beliebten Sammelobjekten macht. Je nach dem Körperteil, der als Wasserreservoir ausgebildet ist, unterscheidet man zwischen Wurzel-, Blatt- und Stammsukkulenten. Zu letzteren zählen die wohl bekanntesten Vertreter: Die Familie der Kakteen, der rund 3000 verschiedene Arten angehören.

Standort
Ein heller Platz, ausreichend Sonne, die Vermeidung von Frost und Staunässe – und die Sukkulente gedeiht fast von selbst. Zwar variieren Standort- und Temperaturvorlieben je nach Herkunft, aber die meisten Arten sind so robust, dass ihnen weder hohe noch niedrige Temperaturen wirklich schaden. Am wohlsten fühlen sie sich bei normaler Zimmertemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius . Einige Sukkulenten, wie etwa Kakteen, legen im Winter eine Ruhepause mit niedrigen Temperaturen ein, die dann zwischen 10 und 15 Grad Celsius liegen sollten.

Pflege und Wassergabe
Aufgrund ihrer wasserspeichernden Eigenschaft sind Sukkulenten allgemein sehr pflegeleicht: Im Sommer regelmäßig gießen, im Winter genügt eine Portion Wasser im Monat. Im Zweifelsfall lieber zu wenig als zu viel. Sukkulenten stecken kurze Trockenphasen locker weg, hohe Feuchtigkeit macht ihnen aber zu schaffen. Bei zu viel Nässe erkrankt die Pflanze und die Wurzeln werden von Fäule befallen. Weichblättrige und blühende Arten können in der Wachstumsphase mit Extra-Nährstoffen versorgt werden. Vorsicht bei Kakteen: Einige Gattungen halten Winterruhe, in dieser Zeit sollte man nicht düngen.

Töpfe und Behälter
Vom Tontopf bis zum Holztrog ist alles erlaubt. Bei Kunststoff-Gefäßen sollte man vorsichtig gießen, um eine Vernässung des Wurzelballens zu vermeiden. Sukkulenten, die sich flach auf der Erde ausbreiten, kommen auch in Schalen gut zur Geltung. Vertreter mit herabhängenden Trieben machen sich auch in Blumenampeln gut. Welches Gefäß man auch wählt: Es sollten genügend Löcher für einen ungehinderten Wasseraustritt vorhanden sein.

Dekoration
Bei Sukkulenten stehen Farben und bizarre Formen im Vordergrund. Daher eignen sie sich hervorragend für Dekozwecke. Sie kommen mit ganz wenig Erde aus und gedeihen auch dort, wo es sonst kaum eine andere Pflanze aushält. Der bekannte Geldbaum etwa wächst aufrecht, verästelt und verzweigt, während sich Echeverien kreisförmig am Boden ausbreiten. Fast alles lässt sich mit Sukkulenten bepflanzen – vom Ziegelstein über ein Terrarium bis hin zum Marmeladeglas.

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