Rote Laufbahn schlängelt sich durch Graz

"Ready, Steady, GO!": Ende September soll das Grazer Jakominiviertel im Gewand einer Laufbahn erstrahlen.
Foto: Janser/ Koller

Kunstprojekt "Visuelle Klammer": Ein 750 Meter langer karminroter Bodenbelag soll das Jakominiviertel umschließen.


Am 6. September wird damit begonnen, im Bereich Jakominiplatz, Jakoministraße, Grazbachgasse und Klosterwiesgasse einen karminroten Bodenbelag aufzutragen. Entstehen soll eine 750 Meter lange Laufbahn, die das Jakominerviertel in der steirischen Hauptstadt umschließt und unverwechselbar machen wird. Insgesamt werden auf einer Fläche von 4.611 Quadratmetern und in 10 Bauabschnitten rund 17 Tonnen der neuen Beschichtung verarbeitet.

Der Belag ist eine bereits erprobte Radwegsbeschichtung, behindertengerecht, rutschfest und umweltverträglich. Die Arbeiten werden bis Ende September abgeschlossen sein, der Baufortschritt ist allerdings auch witterungsbedingt.

"Mit der Umsetzung der Visuellen Klammer wird das Jakominiviertel in einen visuellen Ausnahmezustand versetzt. Das Projekt ist auch ein weiteres wichtiges Zeichen für unsere Bewerbung als City of Design", freute sich auch der Geschäftsführer der Creative Industries Styria (CIS), Eberhard Schrempf.

"Ready, Steady, GO!": Ende September soll das Grazer Jakominiviertel im Gewand einer Laufbahn erstrahlen. Foto: Janser/ Koller "Ready, Steady, GO!": Ende September soll das Grazer Jakominiviertel im Gewand einer Laufbahn erstrahlen.

Die Idee für das innovative Laufbahnprojekt stammt von den beiden Grazer Architektinnen Sandra Janser und Elisabeth Koller. Sie reichten ihr Projekt unter dem Titel "Ready, Steady, GO!" bei einem Ideenwettbewerb vom CIS für die Visuelle Klammer ein - und wurden von der Jury einstimmig zum Sieger gekürt.

"Hauptabsicht unseres Entwurfes zur Neugestaltung des Jakominiviertels ist es, eine ablesbare und positive Identität zu schaffen. Die Laufbahn, die mit einem gewissen Hauch der Ironie aufzeigt, was dieser Raum derzeit ist, erzeugt genau das Gegenteil: Entschleunigung, Aufmerksamkeit, Atmosphäre. Unser Ziel ist es, damit die Aufenthaltsqualität im Jakominiviertel zu stärken und dieses für die Bevölkerung auf neue Art und Weise erlebbar zu machen", so die beiden Architektinnen.

(kurier) Erstellt am
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